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29.12.2014

17:13 Uhr

Dea-Verkauf

RWE will britische Bedenken ausräumen

Für RWE geht es um Milliarden: Der Verkauf der Tochter Dea an russische Investoren soll so schnell wie möglich über die Bühne gehen. Doch Großbritannien hat Bedenken – und könnte der Dea Förderlizensen entziehen.

RWE will seine Öltochter Dea verkaufen. Doch in Großbritannien regt sich Wiederstand. dpa

RWE will seine Öltochter Dea verkaufen. Doch in Großbritannien regt sich Wiederstand.

DüsseldorfDer Energieriese RWE will Bedenken der britischen Regierung gegen einen Verkauf seiner Tochter Dea an russische Investoren ausräumen. RWE wolle eine Lösung auf den Tisch legen, die den Sorgen der Regierung in London Rechnung tragen werde, sagte RWE-Chef Peter Terium in einem am Montag veröffentlichen Gespräch mit der Online-Ausgabe der „Financial Times“.

Eine Sorge der britischen Regierung sei es, dass Dea-Aktivitäten in der Nordsee von weiteren Sanktionen gegen Russland betroffen sein könnten. Terium bezeichnete dies als sehr unwahrscheinlich, doch gäbe es vertragliche Vorkehrungen für einen solchen Fall.

RWE will seine Öl- und Gasfördertochter für fünf Milliarden Euro an einer russische Investorengruppe veräußern. Während die Bundesregierung und die EU-Kommission schon zugestimmt haben, trifft der Plan in Großbritannien auf Widerstand. Sie ist in dem Prozess gefragt, da Dea mehrere Gasfelder in der britischen Nordsee betreibt.

Welche Kraftwerke RWE abschalten will

Amer 8

Der Energieversorger RWE will in den nächsten Jahren zahlreiche Kraftwerke aus dem Markt nehmen. Darunter ist auch das Steinkohlekraftwerk Amer 8 in den Niederlanden. Die Anlage mit einer Erzeugungskapazität von 610 Megawatt soll Anfang 2016 stillgelegt werden.

Moerdijk 2

Die meisten der Anlagen, die RWE aus dem Markt nehmen will, sind Gaskraftwerke, wie etwa Moerdijk 2 in den Niederlanden. Die Anlage hat eine Erzeugungskapazität von 430 Megawatt und soll bereits Ende dieses Jahres langfristig konserviert werden.

Gersteinwerk F und Gersteinwerk G

Auch die Anlagen Gersteinwerk F und Gersteinwerk G sollen eingemottet werden. Gersteinwerk F noch in diesem Jahr und Gersteinwerk G Mitte 2014. Die Gaskraftwerke haben jeweils eine Erzeugungskapazität von 355 Megawatt und stehen in Deutschland.

Weisweiler H und Weisweiler G

Weisweiler H und Weisweiler G arbeiten ebenfalls mit Gas. Die deutschen Kraftwerke haben jeweils eine Erzeugungskapazität von 270 Megawatt und sollen bis Oktober 2013 langfristig konserviert werden.

Emsland B und Emsland C

Die deutschen Gaskraftwerke Emsland B und Emsland C haben jeweils eine Erzeugungskapazität von 360 Megawatt und sollen bis Mitte 2014 zumindest in den Sommermonaten abgeschaltet werden.

Die Regierung in London kann zwar nicht den gesamten Verkauf verhindern, sie kann aber nach einer Veräußerung Förderlizenzen entziehen. RWE hatte zuletzt erklärt, der Konzern arbeite „zügig"“ daran, die Milliarden-Transaktion in trockene Tücher zu bringen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

29.12.2014, 17:56 Uhr

Eine Sorge der britischen Regierung sei es, dass Dea-Aktivitäten in der Nordsee von weiteren Sanktionen gegen Russland betroffen sein könnten.

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Wieso bedenken ? :-))))))))))))

Die EU funktioniert nicht.

Die Eurasische Union funktioniert !!!!!

Und wenn Russland nicht DEA kauft...

dann kauft es eben CHINA !!!!!

Wie die griechische Häfen...

wie die Energie in Portugal...

wie ein teil des Lissabonner Flughafen... usw. usw. usw !



Herr Hans Karpf

29.12.2014, 20:10 Uhr

DEA soll heute weniger Wert sein, als zu den Zeitpunkt des Verkaufes an die Russen. Machte für die keinen Sinn beim Kauf Kompromisse einzugehen. Schließlich könnte das Geschäft platzen lassen und dann Teile von DEA billiger kaufen können.

Terium braucht den Verkauf um die Verschuldung zu senken, damit die RWE Bonität sich nicht verschlechtert. Wenn die sich verschlechtert, müsste die Dividende weiter reduziert werden, was insbesondere die NRW Pleitestädt hart trifft. Merkel wollte auch Southstream retten, jetzt wurde Southstream schon abgewickelt.

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