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02.09.2014

23:25 Uhr

Deepwater Horizon

Halliburton zahlt weniger Entschädigung als erwartet

Die größte Ölpest in der US-Geschichte vor vier Jahren im Golf von Mexiko hat ein Nachspiel: Nach BP zahlt nun auch der ebenfalls beteiligte US-Konzern Halliburton eine Entschädigung.

Archivfoto vom Feuer auf der Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko im April 2010. Halliburton war dort an den Bohrarbeiten beteiligt. dpa

Archivfoto vom Feuer auf der Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko im April 2010. Halliburton war dort an den Bohrarbeiten beteiligt.

HoustonDer US-Konzern Halliburton erhält mehr als vier Jahre nach der Explosion der Ölplattform „Deepwater Horizon“ die Rechnung für die Katastrophe im Golf von Mexiko. Das Unternehmen wird eine Entschädigung von 1,1 Milliarden Dollar (838 Mio Euro) zahlen, wie es am Dienstag mitteilte.

Halliburton, das an den Bohrarbeiten auf der Plattform beteiligt war, entgeht durch die Zahlung einer Sammelklage. Das Geld soll an Fischer und andere Opfer der Katastrophe fließen. Dem "Wall Street Journal" zufolge liegt der Betrag unter der Summe, die Halliburton für die Kosten des Ölunfalls beiseite gelegt hatte.

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

Die größte Umweltkatastrophe der USA

Die Explosion der vom BP-Konzern geleasten Bohrinsel „Deepwater Horizon“ am 20. April 2010 löste die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der USA aus. Bei dem Unglück starben elf Menschen, zwei weitere kamen später bei Rettungsarbeiten ums Leben.

Fatales Öl-Leck

Aus einem Leck in 1500 Meter Tiefe waren fünf Monate lang insgesamt bis zu 780 Millionen Liter Erdöl in den Golf von Mexiko gesprudelt. Bei Fischern und Anwohnern des Katastrophengebiets bleibt die Sorge um Spätschäden infolge des Öls und knapp sieben Millionen Liter chemischer Öl-Bekämpfungsmittel.

Verheerende Folgen

Mehr als 1000 Kilometer Küste in den Bundesstaaten Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida wurden verschmutzt. Hunderttausende Tiere wie Meeressäuger, Fische, Pelikane und Schildkröten starben an den Folgen. Die Tourismusbranche und Fischer aus der Region erlitten schwere Einbußen.

Die Bohrinsel „Deepwater Horizon“

Die im Golf von Mexiko gesunkene Öl-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ war auf die Erkundung von Tiefseevorkommen spezialisiert. Im September 2009 erreichte sie bei einer Bohrung im Meeresboden die Rekordtiefe von mehr als 10.600 Metern.

Tiefsee-Plattform

Die schwimmende Plattform konnte in bis zu 3000 Meter tiefen Gewässern eingesetzt werden. Sie wurde vom Tiefsee-Spezialisten Transocean betrieben und war für den britischen Ölkonzern BP im Einsatz.

Größer als ein Fußballfeld

Die 121 Meter lange und 78 Meter breite „Deepwater Horizon“ war größer als ein Fußballfeld. Sie wurde 2001 in Südkorea fertiggestellt und konnte auch in orkanartigem Sturm mit neun Meter hohen Wellen arbeiten.

Im April 2010 war die im Auftrag des britischen Ölriesen BP betriebene Plattform im Golf von Mexiko vor der US-Küste explodiert. Es kamen elf Arbeiter ums Leben. Über Monate strömten große Mengen Öl aus und verseuchten die US-Golfküste.

BP hatte sich mit Privatklägern schon 2012 auf eine Entschädigung über 7,8 Milliarden Dollar geeinigt.

Von

dpa

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