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15.12.2014

14:34 Uhr

Deutscher Gasproduzent

Wintershall sieht Kerngeschäft in Russland

Wintershall sieht Russland als eine ihrer Kernregionen: In drei deutsch-russischen Gemeinschaftsprojekten fördert das Unternehmen Gas und Öl. Der deutsche Konzern ist auch an der Ostsee-Pipeline Nord Stream beteiligt.

Seltenes Bild: Die Flaggen von Russland und Deutschland und ein symbolisches Drehventil im westsibirischen Nowy Urengoi. dpa

Seltenes Bild: Die Flaggen von Russland und Deutschland und ein symbolisches Drehventil im westsibirischen Nowy Urengoi.

Nowy Urengoi/Kassel Die Wintershall Holding GmbH mit Sitz in Kassel hat als Öl- und Gasproduzent neben Norwegen auch Russland als eine ihrer Kernregionen festgelegt. In drei deutsch-russischen Gemeinschaftsprojekten fördert das Unternehmen Erdgas und Erdöl: im sibirischen Feld Juschno-Russkoje mit einer Beteiligung von 35 Prozent sowie in den Joint Ventures Wolgodeminoil in der Nähe von Wolgograd und bei Achimgaz im hohen Norden südlich der Halbinsel Jamal (jeweils mit 50 Prozent Anteil).

Neben der Achimgaz-Kooperation ist das Feld Juschno-Russkoje das zweite große Erdgasförderprojekt von Wintershall und Gazprom in Westsibirien. Dort haben die Deutschen mit der Gazprom-Tochter Severneftgazprom 140 Bohranlagen im Betrieb, die jährlich rund 25 Milliarden Kubikmeter Erdgas produzieren.

Mit Ritek, einem Tochterunternehmen des russischen Erdölproduzenten Lukoil, gründete Wintershall schon vor mehr als 20 Jahren das Projekt Wolgodeminoil. Im Gebiet Wolgograd werden aus sieben Feldern Öl und Gas gefördert.

Beteiligt ist Wintershall auch an der Ostsee-Pipeline Nord Stream mit 15,5 Prozent. In den kommenden fünf Jahren will das Unternehmen nach eigener Darstellung vier Milliarden Euro in den Ausbau des Öl- und Gasgeschäftes investieren, vor allem in Norwegen und Russland.

Von

dpa

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