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23.12.2013

14:07 Uhr

Dritter Großauftrag

Jahresendspurt bei Siemens

Siemens auf der Erfolgswelle: Es ist bereits der dritte Großauftrag, den das Industrieunternehmen innerhalb von wenigen Tagen verkündet – ausgerechnet in den USA, dem Heimatland des Konkurrenten General Electric.

Siemens holte innerhalb weniger Tage gleich drei Großaufträge an Land. Siemens

Siemens holte innerhalb weniger Tage gleich drei Großaufträge an Land.

Die Bescherung kommt bei Siemens in diesem Jahr noch vor Weihnachten: Nach dem Rekordauftrag in der vergangenen Woche für Windräder an Land vermeldet der Industriekonzern am Montag vor Heiligabend die Unterzeichnung eines weiteren Großauftrags – diesmal für Windräder auf hoher See. Beide Projekte befinden sich in den USA, wo Siemens vor kurzem ebenfalls einen Vertrag über ein Gas-und-Dampf-Kraftwerk in Pennsylvania unterschrieben hat.

„Die USA sind ein Schlüsselmarkt für Siemens“, betonte Michael Süß, Vorstandsmitglied und Chef des Sektors Energy. Das Projekt mit dem Namen Cape Wind ist der erste Offshore-Windpark der USA und wird eine Erzeugungskapazität von 468 Megawatt haben - so viel wie etwa die Hälfte eines Atomkraftwerkes. 130 Windräder sollen laut Angaben von Cape Wind installiert werden.

Das Projekt hat laut Medienberichten ein Volumen von insgesamt 2,6 Milliarden Dollar. Das Windkraftwerk entsteht an der Nordostküste von Massachusetts, 20 Kilometer vor der Insel Nantucket. Installation und Inbetriebnahme sind für 2016 vorgesehen.

Die Zusammenarbeit von Siemens und dem gleichnamigen Projektierer Cape Wind galt schon länger als abgemachte Sache, doch die Verträge wurden erst jetzt unterzeichnet. Gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte Markus Tacke, Chef der Windsparte von Siemens, am Montag vergangenen Woche, dass die Konstruktion von einigen Komponenten der Anlage bereits begonnen habe.

Dem US-Platzhirschen General Electric dürften die Entwicklungen der vergangenen Tage wenig gefallen. Bereits mit dem am Montag vergangener Woche verkündeten Rekordauftrag für Windräder an Land rückte Siemens dem Konkurrenten zu Leibe.

Kommentare (2)

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wissensmanufaktur_net

23.12.2013, 15:03 Uhr

".. ausgerechnet in den USA, dem Heimatland des Konkurrenten General Electric."

Siemens, General Electric, ... etc.

Gibt es da wirklich einen Unterschied oder gehören die alle zusammen und keiner weiss es?

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young, sind alle 30 DAX-Unternehmen mehrheitlich in ausländischer Hand!!

Wie die Unternehmensberater nachrechneten, waren im letzten Jahr 55% aller DAX-Aktien im Besitz ausländischer "Investoren".

Wer sind diese "Investoren"?

Gehören die gleichgeschalteten "deutschen" Medien auch ausländischen "Investoren"?

APO-Man

23.12.2013, 21:06 Uhr

Muss man nicht eher betrachten, wo die Wertschöpfung stattfindet und wo generierte Gewinne reinvestiert bzw. konsumiert werden.
Anders gesagt: Ist es nicht egal, ob Siemens-Mitarbeiter in Deutschland ihr Gehalt/Lohn von einem Unternehmen erhalten, welches sich mehrheitlich in den Händen ausländischer Investoren befindet?
Und ob sich nun die ausländischen Eigentümer von den ausgeschütteten gwinnen einen Porsche/BMW oder Mercedes kaufen oder Deutsche Anteilseigner, ist für die Arbeitnehmer in diesen Unternehmen auch egal. ;-)

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