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10.08.2013

10:40 Uhr

Düngemittelhersteller

K+S schließt Abstieg aus dem Dax nicht aus

Die Aktie von K+S ist abgestürzt, die Finanzaufsicht ermittelt. Die Konzernleitung bleibt vergleichsweise ruhig. Chef Norbert Steiner ist „weit weg von jeder Panik“. Das Offensichtliche kann er jedoch nicht leugnen.

Ein Fahrlader im Kaliwerk Werra der K+S AG bei Philippsthal. Die Kali-Preise drohen zu sinken – das Unternehmen steht vor weiteren Belastungen. dpa

Ein Fahrlader im Kaliwerk Werra der K+S AG bei Philippsthal. Die Kali-Preise drohen zu sinken – das Unternehmen steht vor weiteren Belastungen.

BerlinBeim Düngemittelkonzern K+S aus Kassel gibt man sich trotz der Turbulenzen am globalen Kali-Markt und des Kursabsturzes weiterhin gelassen. „Ich bin weit weg von jeder Panik“, sagte Norbert Steiner, Vorstandschef des Unternehmens, der „Welt“. „Wir arbeiten ruhig und strukturiert an den Aufgaben, die sich stellen“, sagte Steiner.

Die Kündigung der russisch-weißrussischen Kali-Allianz durch den russischen Konzern Uralkali hatte für ein Erdbeben im globalen Düngemittel-Markt gesorgt, weil Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner im Zusammenhang mit der Aktion fallende Abgabepreise angekündigt hatte. Daraufhin stürzten die Kurse der Kali-Produzenten weltweit, K+S verlor innerhalb weniger Tage zeitweise fast 40 Prozent seines Börsenwertes.

Steiner bezifferte die Börsenwert-Verluste aufgrund der Ankündigung auf global „rund 15 Milliarden Euro“. Über die Motive des Schrittes von Uralkali wolle er nicht spekulieren. Er ergäbe „ökonomisch keinen Sinn. Insgesamt war es schon heute ein teurer Schritt für Uralkali“, sagte Steiner. „Es ist bisher bei Ankündigungen von Uralkali geblieben. Noch hat sich am Markt bei den Preisen nichts verändert“, sagte er dem Blatt. Steiner verwies darauf, dass K+S neben dem Kali-Geschäft auch noch die Salz-Sparte betreibt: „Das macht uns robuster gegenüber einen Kali-Produzenten“.

Die größten Kaliproduzenten

Uralkali (Russland)

Kaliproduktion: 12,1 Millionen Tonnen

Weltweite Produktion 2014

Belaruskali (Weißrussland)

Kaliproduktion: 10,3 Millionen Tonnen

Potash Corp (Kanada)

Kaliproduktion: 8,8 Millionen Tonnen

Mosaic (USA)

Kaliproduktion: 8,3 Millionen Tonnen

K+S (Deutschland)

Kaliproduktion: 5,7 Millionen Tonnen

ICL (Israel)

Kaliproduktion: 5,1 Millionen Tonnen

Der jüngste Kurssturz allerdings erhöht die Gefahr, dass K+S im September zu den Absteigern aus dem Börsenindex Dax gehören könnte. „Nach der Kursentwicklung der vergangenen Tage ist es tatsächlich nicht ganz ausgeschlossen, dass wir den Dax verlassen müssen. Aber das ist nichts, woran ich jede Minute denke, weil das keinen Einfluss auf das operative Geschäft hat“, sagte Steiner der Zeitung.

Nach der Auflösung des langjährigen Vertriebsbündnis BPC der Branchengrößen Uralkali und Belaruskali droht ein massiver Preisverfall bei dem in der Landwirtschaft genutzten Düngemittel. K+S mit seinen kostenintensiven Bergwerken in Deutschland und seinem Milliarden verschlingenden Minen-Projekt in Kanada träfe das besonders hart. Es drohen drastisch schrumpfende Gewinne in der Kali-Sparte, in der K+S immerhin rund 58 Prozent seines Jahresumsatzes erzielt.

Kommentare (3)

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hermosa

10.08.2013, 16:14 Uhr

so what!

Metro hat es auch nicht geschadet!

First row ist not always the best!


Good look to K+S!

Account gelöscht!

11.08.2013, 09:22 Uhr

Ich verstehe nicht, was daran wertvoll sein soll ein DAX-Unternehmen zu sein? Ein gesunder Menschenverstand wird sagen es ist 0,00€ Wert im DAX aufgelistet zu sein. Das Unternehmen von Warren Buffett ist nicht in Dow Jones gelistet, und trotzdem ist das Unternehmen sehr wertvoll.

Profi

11.08.2013, 13:10 Uhr

Lieber im Mittelfeld der Herde mitlaufen, als das kleinste Tier der Büffelherde zu sein auf das sich Cowboys eingeschossen haben

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