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12.02.2014

15:27 Uhr

Edelstahl-Deal

EU-Kommisson gibt Thyssen grünes Licht

Erst hat ThyssenKrupp seine Edelstahltöchter an den finnischen Konkurrenten Outokumpu verkauft – dann wollten die Essener den Deal teilweise rückabwickeln. Die EU-Kommission gibt jetzt die Zustimmung.

ThyssenKrupp in Bochum. Der Dax-Konzern will sich aus dem zyklischen Edelstahlgeschäft weiter komplett zurückziehen. Reuters

ThyssenKrupp in Bochum. Der Dax-Konzern will sich aus dem zyklischen Edelstahlgeschäft weiter komplett zurückziehen.

Brüssel/DüsseldorfThyssenKrupp hat von der EU-Kommission die Zustimmung für die Rücknahme seiner früheren Edelstahltöchter erhalten. Der Konzern könne die Unternehmen VDM und Terni vom finnischen Konkurrenten Outokumpu erwerben, teilten die Brüsseler Wettbewerbshüter am Mittwoch mit. Der Rückkauf werfe keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf, da das zusammengeschlossene Unternehmen weiterhin mehreren ernstzunehmenden Konkurrenten gegenüberstehen werde.

ThyssenKrupp hatte die Töchter und seine übrigen Edelstahl-Firmen ursprünglich an Outokumpu verkauft. Ende November hatten die Essener angekündigt, den Deal teilweise rückabzuwickeln, nachdem Outokumpu wegen des schwachen Edelstahlgeschäfts in Schwierigkeiten geraten war.

Das Geschäftsjahr 2012/2013 von Thyssen-Krupp in Zahlen

Components Technology

Im Geschäftsjahr 2012/2013 erzielte die Komponenten-Sparte (unter anderem Zuliefererteile für die Autoindustrie) ein bereinigtes Ebit von 244 Millionen Euro.

Elevator Technology

Die Aufzug-Sparte hat mit einem bereinigten Ebit von 675 Millionen Euro das beste Ergebnis aller Sparten von Thyssen-Krupp eingefahren.

Industrial Solutions

Die Sparte für Industrieanlagen steuerte 640 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei.

Materials Services

Das bereinigte Ebit von Material Services lag 2012/2013 bei 236 Millionen Euro.

Steel Europe

Die von Überkapazitäten geprägte europäische Stahlsparte erwirtschaftete ein bereinigtes Ebit von 143 Millionen Euro.

Steel Americas

Bei der amerikanischen Stahl-Sparte sah es im Geschäftsjahr 2012/2013 düster aus, insgesamt stand ein Verlust von 495 Millionen Euro in den Büchern. Zumindest das Walzstahlwerk in Alabama konnte nach Ablauf des Geschäftsjahres für rund eine Milliarde Euro an Arcelor Mittal und Nippon Steel verkaufen.

Corporate

Hier fiel ein Verlust von 425 Millionen Euro an.

ThyssenKrupp-Chef Heinrich Hiesinger hat deutlich gemacht, dass er VDM und das Edelstahlwerk im italienischen Terni auf Dauer nicht im Konzern behalten will. Der Dax-Konzern will sich aus dem zyklischen Edelstahlgeschäft weiter komplett zurückziehen. Vor einem erneuten Verkauf der beiden Firmen wird ThyssenKrupp aber wohl vor allem das Werk in Terni in die Spur bringen müssen. Dies gilt als Verlustbringer. Details zu seinen Plänen könnte Hiesinger am Freitag bei der Vorlage der Quartalszahlen nennen.

Von

rtr

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