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16.02.2016

10:55 Uhr

EDF

Frankreichs Energieriese bricht der Gewinn weg

Der Gewinn des Energiekonzerns EDF geht um knapp 70 Prozent zurück. Milliarden müssen abgeschrieben werden. Nun setzt der französische Versorger alles auf ein neues Atomkraftwerk in Großbritannien.

Auf diesem Acker soll das neue Atomkraftwerk von EDF entstehen. Reuters

AKW-Projekt Hinkley Point

Auf diesem Acker soll das neue Atomkraftwerk von EDF entstehen.

ParisHohe Abschreibungen und Rückstellungen haben dem französischen Versorger EDF die Bilanz verhagelt. Der Nettogewinn brach 2015 um 68 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro ein, wie das staatlich dominierte Unternehmen am Dienstag mitteilte. Abschreibungen gab es unter anderem auf Geschäftsaktivitäten in Großbritannien, Italien, Polen und Belgien. Zudem wurde zusätzliches Geld für Netzerneuerungen und die Lagerung von Atommüll zurückgelegt.

EDF-Chef Jean-Bernard Levy sagte, eine Entscheidung zum über 23 Milliarden Euro schweren AKW-Projekt Hinkley Point in Großbritannien rücke näher. Die letzten Einzelheiten würden gerade mit dem chinesischen Partner ausgehandelt. Es gehe dabei etwa um den besten Weg zur Finanzierung des Projekts.

Die chinesischen Investitionen über den Atomkonzern CGN haben ein Volumen von umgerechnet mehr als acht Milliarden Euro. Hinkley Point ist das erste neue AKW in der EU seit der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima. Während diese den Atomausstieg in Deutschland beschleunigte, setzen Länder wie Großbritannien und Frankreich auf die Nukleartechnik – auch um weniger von dem umweltschädlichen Kohlendioxid auszustoßen.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Von

rtr

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