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16.05.2014

12:48 Uhr

EEG-Umlage

RWE hält Preise für Grundversorgung stabil

RWE will seine Strom- und Gaspreise in der Grundversorgung bis mindestens 2015 kaum erhöhen. Von den 2,5 Millionen Stromkunden deutschlandweit profitieren allerdings bei weitem nicht alle.

Der Mast einer Hochspannungsleitung steht  vor dem RWE Braunkohlekraftwerk Niederaußem. dpa

Der Mast einer Hochspannungsleitung steht vor dem RWE Braunkohlekraftwerk Niederaußem.

DortmundDer RWE-Konzern will seine Strom- und Gaspreise in der Grundversorgung mindestens bis 2015 stabil halten. Zuletzt hatte das Unternehmen den Strompreis zum 1.3.2013 um knapp 10 Prozent erhöht. Der Gaspreis war zuletzt zum 1.10.2013 um damals 6,6 Prozent angehoben worden. Dem Unternehmen sei es gelungen, die seit dem Jahresbeginn geltende Erhöhung der Umlage aus dem Erneuerbaren Energien-Gesetz (EEG) zu kompensieren, sagte der zuständige Vorstand Ralf Zimmermann am Freitag laut einer Mitteilung. Die EEG-Umlage war zum 1.1.2014 um 1,16 Cent brutto je Kilowattstunde (kWh) angestiegen.

Von den insgesamt rund 2,5 Millionen Stromkunden des Unternehmens in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz profitieren allerdings nur die rund 1,5 Millionen Kunden in der sogenannten Grundversorgung von der Zusage. Für Kunden mit Sonderverträgen wie der RWE-Preisgarantie sei die Erhöhung der EEG-Umlage bereits zum Jahresbeginn weitergegeben worden, hieß es.

Wieviel Erneuerbare die Energieversorger haben

RWE

Laut einer Studie, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace Ende Februar 2014 veröffentlichte, hat von RWE in Europa produzierter Strom einen Anteil von Wasserkraft von 2 Prozent und einen Anteil von anderen Erneuerbaren Energien von weiteren zwei Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Strommenge, nicht auf die Kapazitäten.

Eon

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon produziert insgesamt drei Prozent seines in Europa hergestellten Stroms aus Erneuerbaren Energien inklusive Windkraft und steht damit im Vergleich schlechter da als Konkurrent RWE.

Vattenfall

Der schwedische Konkurrent Vattenfall produzierte insgesamt vier Prozent seines Stroms in Europa mithilfe regenerativer Energiequellen.

EnBW

EnBW steht im Vergleich der großen vier Energieversorger in Deutschland am schlechtesten da. Das Unternehmen gewinnt nur insgesamt zwei Prozent seines Stroms europaweit aus erneuerbaren Quellen.

Von

dpa

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