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12.10.2017

16:13 Uhr

Elektromobilität

Shell investiert in Stromtankstellen

Der Ölkonzern Shell positioniert sich für das Elektroauto-Zeitalter: Dafür übernimmt der Tankstellenriese einen Anbieter von Ladestationen – und greift damit Energiekonzerne wie Innogy und EnBW an.

Der Tankstellen-Riese will künftig auch Strom für E-Autos verkaufen – und übernimmt dafür die niederländischen Firma NewMotion. dpa

Shell Tankstelle

Der Tankstellen-Riese will künftig auch Strom für E-Autos verkaufen – und übernimmt dafür die niederländischen Firma NewMotion.

LondonShell will künftig nicht nur Benzin und Diesel verkaufen, sondern auch Strom für Elektroautos. Man habe mit der niederländischen Firma NewMotion einen der großen Anbieter von Ladestationen in Europa übernommen, teilte der Ölkonzern am Donnerstag in London und Den Haag mit. Der Kaufpreis sei vertraulich.

Das Unternehmen NewMotion mit Sitz in Amsterdam bietet mehr als 30 000 Ladestationen für Zuhause oder in Unternehmen an - außerdem Zugang zu über 50 000 öffentlichen Ladesäulen in 25 Ländern, davon 10 000 in Deutschland.

Rund 100 000 Kunden besitzen eine Kundenkarte von NewMotion, mit der sie die Dienstleistungen des Unternehmens nutzen können, davon 39 Prozent in Deutschland. Bislang können auch schon die Firmenkunden von Shell und Total auf die Ladeinfrastruktur von NewMotion im Rahmen einer Kooperation zugreifen.

Der Kauf unterstreiche die Strategie, Kunden Lösungen für ihre Fahrzeuge und deren Nutzung zu bieten, sagte der Chef von Shell Deutschland, Stijn van Els: „Wir wollen unseren Kunden ein passendes Angebot machen.“ NewMotion werde als 100-prozentige Shell-Tochter ihr Geschäft eigenständig betreiben, jedoch sollen Synergien mit Shell aus der Kombination von Services und Produkten genutzt werden.

Deutschlands führende Tankstellenmarken

Platz 6

BFT

Die Marke des Bundesverbandes freier Tankstellen kam 2015 auf einen Marktanteil von 5 Prozent.

Platz 5

Esso

Unter diesem Namen tritt der US-amerikanische Mineralölkonzern Exxon Mobil in Deutschland auf. Marktanteile 2015: 7,5 Prozent.

Platz 4

Total

Der französische Ölkonzern kam 2015 auf einen Marktanteil von 9 Prozent in Deutschland.

Platz 3

Jet

Hinter der Marke steckt der US-Konzern Phillips 66. 2015 betrug der Marktanteil in Deutschland 10,5 Prozent.

Platz 2

Shell

Der britisch-niederländische Konzern Royal Dutch Shell hatte 2015 einen Marktanteil von 19,5 Prozent.

Platz 1

Aral

Spitzenreiter ist Aral mit einem Marktanteil von 21 Prozent. Die Marke gehört dem britischen Energieriesen BP.

Quelle: Energie Informationsdienst / Statista

Zum Jahresbeginn gab es in Deutschland lediglich 34 000 E-Autos sowie weitere 165 000 Hybrid-Fahrzeuge. Der hohe Kaufpreis, die begrenzte Reichweite sowie die unzureichende Ladeinfrastruktur gelten als die wesentlichen Hürden für die massenhafte Verbreitung des Elektroautos.

Gleichzeitig sind viele Experten überzeugt, dass sich die Technologie letztlich durchsetzen wird. Angesichts von heute 45 Millionen Pkw mit Benzin- und Dieselmotoren wird es jedoch noch sehr lange dauern, bis die deutsche Autoflotte eines Tages elektrisch fährt.

Öl- und Gaskonzerne wie Shell, ExxonMobil, Total und Aral/BP haben bislang nur zögerlich in den Aufbau der Infrastruktur für Elektroautos investiert, weil es sich für sie wirtschaftlich nicht lohnte. Die fünf größten Tankstellen-Konzerne in Deutschland betreiben an ihren 7200 Stationen nach einer Recherche der „Welt“ gerade einmal 60 Ladesäulen. Bei den insgesamt 14 500 Tankstellen in Deutschland dürften es kaum mehr sein.

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Das liegt auch daran, dass die Logistik eine ganz andere ist. Benzin-Tankstellen sind auf einen hohen Durchsatz und viele Kunden ausgelegt. E-Autos werden dagegen über Nacht zu Hause, tagsüber auf dem Firmenparkplatz oder zum Beispiel in Hotels, Supermärkten und Parkhäusern aufgeladen. Selbst der kürzeste Ladevorgang an einer Schnellladesäule dauert derzeit noch eine halbe Stunde.

Da Strom - im Gegensatz zu Benzin und Diesel - im Prinzip an jedem Ort verfügbar ist, wird sich die Infrastruktur für Elektroautos voraussichtlich unabhängig vom bestehenden Tankstellennetz entwickeln. Bislang engagieren sich auf diesem Gebiet vor allem Energiekonzerne wie Innogy und EnBW sowie die Autohersteller selbst, die ein Gemeinschaftsunternehmen zum Aufbau eines öffentlichen Ladesäulen-Netzes entlang der Hauptverkehrsachsen gegründet haben.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Carlos Santos

12.10.2017, 17:47 Uhr

ELEKTROMOBILITÄT
Shell investiert in Stromtankstellen
Datum:
12.10.2017 16:13 Uhr
Der Ölkonzern Shell positioniert sich für das Elektroauto-Zeitalter: Dafür übernimmt der Tankstellenriese einen Anbieter von Ladestationen – und greift damit Energiekonzerne wie Innogy und EnBW an.

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Tankstellen egal welcher Art lassen in ganz Europa zu wünschen übrig !!!

Nirgends ist so viel Freie Fläche um Solaranlagen aufzustellen wie auf den Dächer der Tankstellen in Europa !!!

WO HAT DIE EUROPÄISCHE UNION IN DIESER RICHTUNG SICH BEWEGT UM UMWELTFREUNDLICHES STROM ZU GEWINNEN, und sei es nur den eigenen Verbrauch der Tankstellen abzudecken ???

Nun EU wer ist besser, ich oder Du ???

Ich koste nichts, kein Cent, aber die EU kostet Milliarden und bewegt nichts positives für das Europäischer Kontinent von morgen !!!


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