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15.05.2017

08:16 Uhr

EnBW

Energiekonzern bestätigt trotz Einbußen Prognose

Der Stillstand des Kernkraftwerks Philippsburg 2 und die gefallenen Strom-Großhandelspreise drücken den Gewinn von EnBW. Dennoch gibt sich der Energiekonzern optimistisch und bestätigt die Prognose.

EnBW rechnet im Jahresverlauf mit positiven Effekten durch die Inbetriebnahme neuer Windkraftanlagen. dpa

Offshore-Windpark „Baltic 2“

EnBW rechnet im Jahresverlauf mit positiven Effekten durch die Inbetriebnahme neuer Windkraftanlagen.

DüsseldorfDer Karlsruher Energiekonzern EnBW sieht sich trotz Einbußen im ersten Quartal bei seinen Jahreszielen auf Kurs. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei durch den Stillstand des Kernkraftwerks Philippsburg 2 und der gefallenen Strom-Großhandelspreise um gut 17 Prozent auf 513 Millionen Euro gefallen, teilte der Versorger am Montag mit.

Der Konzern rechne aber im Jahresverlauf mit positiven Effekten aus der Vollkonsolidierung des Gaslieferanten VNG und durch die Inbetriebnahme neuer Windkraftanlagen. EnBW bestätigte daher die Prognose, wonach der operative Gewinn gegenüber dem Vorjahresergebnis stabil oder um bis zu fünf Prozent zulegen soll.

Deutschlands größte Energieversorger

Vattenfall

Umsatz 2016: 9,3 Milliarden Euro

Die hundertprozentige Tochter des staatlichen schwedischen Energiekonzerns Vattenfall AB ging 2002 aus der Fusion der HEW und der Vereinigte Energiewerke AG sowie dem Bergbauunternehmen Lausitzer Braunkohle AG hervor, zu der Anfang 2003 die Berliner Bewag hinzu kam. Vattenfall betreibt in Deutschland die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel. Wie auch die übrigen Top-Vier-versorger in Deutschland musste der Konzern 2016 einen Umsatzrückgang hinnehmen.

EnBW

Umsatz 2016: 19,4 Milliarden Euro

Die Energie Baden-Württemberg AG erwirtschaftete noch 2010 mehr als die Hälfte ihres Gewinns aus dem Betrieb der vier konzerneigenen Kernkraftwerke Neckarwestheim eins und zwei, sowie Philippsburg eins und zwei. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima wurden die Werke Neckarwestheim eins und Philippsburg eins im Rahmen des Atom-Moratoriums 2011 stillgelegt. Der Anteil erneuerbarer Energieträger am EnBW-Energiemix soll bis 2020 von 12 auf 40 Prozent erhöht werden

Eon

Umsatz 2016: 21,8 Milliarden Euro

Der Energiekonzern Eon vollzog 2016 eine radikale Aufspaltung: Das traditionelle Energiegeschäft bestehend aus konventioneller Erzeugung (einschließlich Wasserkraft, ohne Kernenergie), globalem Energiehandel und dem Russland-Geschäft wurde in die eigenständige Gesellschaft Uniper ausgelagert. Eon will sich mit den verbliebenen Sparten erneuerbare Energien, Vertrieb und Netze komplett auf den Energiemarkt der Zukunft ausrichten.

RWE

Umsatz 2016: 25 Milliarden Euro

Den umgekehrten Weg zu Eon ging ebenfalls 2016 RWE. Der Energiekonzern überführte nicht das traditionelle, sondern das Zukunftsgeschäft in eine neu gegründete Tochtergesellschaft mit Namen Innogy und brachte diese an die Börse. Im Zuge des Atom-Moratoriums wurden 2011 die RWE-Reaktoren Biblis A und B durch die Bundesnetzagentur stillgelegt.

Von

rtr

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