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05.06.2013

18:14 Uhr

EnBW-Millionenklage

Zivil-Prozess wird vorerst nicht verhandelt

Wolfgang Heni muss sich vorerst nicht vor Gericht verantworten. Der Energieversorger EnBW hat seinen Ex-Manager auf Schadenersatz verklagt. Doch das Gericht wartet erst noch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ab.

EnBW muss noch auf den Prozess gegen Wolfgang Heni warten. dpa

EnBW muss noch auf den Prozess gegen Wolfgang Heni warten.

Heilbronn/KarlsruheDie millionenschwere Klage des Energiekonzerns EnBW gegen einen früheren Atommanager wird vorerst nicht vor dem Landgericht Heilbronn verhandelt. Wie das Gericht am Mittwoch mitteilte, werde das Verfahren ausgesetzt. Das Gericht will abwarten, welche Erkenntnisse die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim zur Russlandaffäre der EnBW bringen.

Die EnBW hat drei ehemalige und einen aktuellen Manager vor verschiedenen Gerichten auf Millionenbeträge verklagt, weil sie bei Geschäften mit dem russischen Unternehmer Andrej Bykow ihre Pflichten verletzt haben sollen. Allein in dem Heilbronner Verfahren, das sich gegen einen ehemaligen Geschäftsführer der EnBW-Kernkrafttochter richtet, will das Unternehmen gut 93 Millionen Euro Schadenersatz.

Die Bykow-Geschäfte haben auch die Mannheimer Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Sie ermittelt gegen sieben ehemalige und aktuelle Verantwortliche der EnBW. Es geht dabei um den Verdacht der Untreue und der Steuerhinterziehung.

Nachdem die EnBW jahrelang mit Bykow zusammengearbeitet hatte, kam es vor einigen Jahren zum Eklat: Der Konzern warf dem Russen vor, Verträge nicht erfüllt zu haben. Bykow behauptete im Gegenzug, er habe wie vereinbart mit EnBW-Geldern in Russland „Landschaftspflege“ betrieben, um dem Konzern dort lukrative Geschäfte zu ermöglichen. Das wiederum bestreitet der Konzern vehement.

Von

dpa

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