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27.07.2017

10:06 Uhr

EnBW

Rückzahlung der Atomsteuer lässt die Kasse klingeln

Der Energieversorger EnBW konnte im zweiten Quartal sein operatives Ergebnis um elf Prozent steigern. Ausschlaggebend war die Rückzahlung der Atomsteuer des Bundes. Bezüglich des Jahresziels ist der Konzern optimistisch.

Als Jahresziel sieht der Konzern vor, den operativen Gewinn gegenüber dem Vorjahresergebnis stabil zu halten oder um bis zu fünf Prozent zu steigern. dpa

EnBW

Als Jahresziel sieht der Konzern vor, den operativen Gewinn gegenüber dem Vorjahresergebnis stabil zu halten oder um bis zu fünf Prozent zu steigern.

DüsseldorfDer Energiekonzern EnBW profitiert von der Rückzahlung der Atomsteuer. Der Konzernüberschuss kletterte auch dank der Überweisung durch den Bund im ersten Halbjahr auf rund 1,68 Milliarden Euro, wie EnBW am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr stand noch ein Verlust von 194 Millionen Euro in den Büchern. Auch Umsatz und den um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) steigerte der Versorger. Das operative Ergebnis legte um knapp elf Prozent auf 1,07 Milliarden Euro zu.

„Nach einem eher schwachen ersten Quartal konnten wir im zweiten Quartal erfreulich aufholen“, zog Finanzvorstand Thomas Kusterer Bilanz. Er sieht EnBW auf Kurs zum Jahresziel. Dieses sieht vor, den operativen Gewinn gegenüber dem Vorjahresergebnis stabil zu halten oder um bis zu fünf Prozent zu steigern. Das Bundesverfassungsgericht hatte Anfang Juni die zwischen 2011 und 2016 erhobene Kernbrennstoffsteuer für verfassungswidrig und nichtig erklärt.

Deutschlands größte Energieversorger

Vattenfall

Umsatz 2016: 9,3 Milliarden Euro

Die hundertprozentige Tochter des staatlichen schwedischen Energiekonzerns Vattenfall AB ging 2002 aus der Fusion der HEW und der Vereinigte Energiewerke AG sowie dem Bergbauunternehmen Lausitzer Braunkohle AG hervor, zu der Anfang 2003 die Berliner Bewag hinzu kam. Vattenfall betreibt in Deutschland die Kernkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel. Wie auch die übrigen Top-Vier-versorger in Deutschland musste der Konzern 2016 einen Umsatzrückgang hinnehmen.

EnBW

Umsatz 2016: 19,4 Milliarden Euro

Die Energie Baden-Württemberg AG erwirtschaftete noch 2010 mehr als die Hälfte ihres Gewinns aus dem Betrieb der vier konzerneigenen Kernkraftwerke Neckarwestheim eins und zwei, sowie Philippsburg eins und zwei. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima wurden die Werke Neckarwestheim eins und Philippsburg eins im Rahmen des Atom-Moratoriums 2011 stillgelegt. Der Anteil erneuerbarer Energieträger am EnBW-Energiemix soll bis 2020 von 12 auf 40 Prozent erhöht werden

Eon

Umsatz 2016: 21,8 Milliarden Euro

Der Energiekonzern Eon vollzog 2016 eine radikale Aufspaltung: Das traditionelle Energiegeschäft bestehend aus konventioneller Erzeugung (einschließlich Wasserkraft, ohne Kernenergie), globalem Energiehandel und dem Russland-Geschäft wurde in die eigenständige Gesellschaft Uniper ausgelagert. Eon will sich mit den verbliebenen Sparten erneuerbare Energien, Vertrieb und Netze komplett auf den Energiemarkt der Zukunft ausrichten.

RWE

Umsatz 2016: 25 Milliarden Euro

Den umgekehrten Weg zu Eon ging ebenfalls 2016 RWE. Der Energiekonzern überführte nicht das traditionelle, sondern das Zukunftsgeschäft in eine neu gegründete Tochtergesellschaft mit Namen Innogy und brachte diese an die Börse. Im Zuge des Atom-Moratoriums wurden 2011 die RWE-Reaktoren Biblis A und B durch die Bundesnetzagentur stillgelegt.

Von

rtr

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