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21.03.2016

13:46 Uhr

EnBW zieht Bilanz

Energieversorger verschärft das Sparprogramm

EnBW hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 125 Millionen Euro erzielt. Für das laufende Jahr gibt der Energieversorger allerdings eine düstere Prognose: Das Betriebsergebnis soll weiter sinken.

Der Energieversorger rechnet 2016 mit weiteren Rückgängen. dpa

EnBW

Der Energieversorger rechnet 2016 mit weiteren Rückgängen.

StuttgartDer drittgrößte deutsche Energiekonzern EnBW weitet in der Branchenkrise sein Sparprogramm aus. „Wir werden, ob uns das gefällt oder nicht, nochmal einen Gang hochschalten“, sagte Vorstandschef Frank Mastiaux am Montag auf der Bilanzpressekonferenz in Stuttgart. Dies betreffe auch das Personal. In welcher Größenordnung Stellen abgebaut werden, ließ das Management offen. Einzelheiten sollen in den nächsten Monaten geklärt werden. Wegen der fallenden Strom-Großhandelspreise erwartet EnBW im laufenden Jahr einen Rückgang des Betriebsgewinns um weitere fünf bis zehn Prozent.

Bei den Strom-Großhandelspreisen sieht der Konzern laut Finanzchef Thomas Kusterer weder kurz- noch mittelfristig Anzeichen für eine Erholung. Das Unternehmen müsse mit weiteren Einsparungen gegenhalten. Die bis 2020 geplanten Einsparungen von rund 400 Millionen Euro reichten nicht aus. Personal mache einen großen Teil der Kosten aus. Schon in der Vergangenheit habe es einen Stellenabbau gegeben, etwa bei einem vorherigen Programm in der Größenordnung von 1350 Jobs. Das laufende Programm sehe den Abbau von 300 Stellen in der Stromerzeugung vor. Insgesamt beschäftigt EnBW rund 20.300 Mitarbeiter.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Die Strom-Großhandelspreise sind wegen des Ökostromausbaus und der Überkapazitäten bei den Kraftwerken auf den tiefsten Stand seit Jahren gefallen. EnBW musste wie auch die Konkurrenten Eon und RWE hohe Abschreibungen auf seine Kraftwerke vornehmen. Während die Konkurrenten 2015 Verluste schrieben, konnten die Karlsruher auch dank des Verkaufs von Wertpapieren unter dem Strich einen Gewinn von 125 Millionen Euro einfahren nach einem Verlust von fast einer halben Milliarde Euro im Vorjahr. Die Aktionäre, darunter das Land Baden-Württemberg mit einem Anteil von knapp 47 Prozent, sollen für 2015 eine auf 55 Cent von 69 Cent je Aktie gekürzte Dividende erhalten.

Von

rtr

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