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13.05.2015

10:08 Uhr

Energie

Billigstrom vermasselt RWE-Gewinn

Bei RWE geht es zunächst weiter bergab. Besserung bei den Börsenstrompreisen ist vorerst nicht in Sicht. Allerdings fangen die teuer aufgebauten Windkraftanlagen an, Geld zu verdienen.

Der RWE-Vorstandsvorsitzende Peter Terium erwartet einen Gewinnrückgang in diesem Jahr. dpa

RWE-Chef

Der RWE-Vorstandsvorsitzende Peter Terium erwartet einen Gewinnrückgang in diesem Jahr.

DüsseldorfDeutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE bekommt den Gewinnrückgang im Tagesgeschäft nicht in den Griff. Angesichts abgesackter Strom-Großhandelspreise ging das Betriebsergebnis im ersten Quartal weiter um 5,1 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro zurück, wie das Unternehmen am Mittwoch in Essen mitteilte. Die Kraftwerkssparte verdiente fast ein Viertel weniger als vor einem Jahr.

Der im März abgeschlossene Verkauf der Öl- und Gasfördertochter Dea an ein Konsortium des russischen Oligarchen Michail Fridman brachte inklusive Zinsen 5,3 Milliarden Euro ein. Dank des Verkaufs sanken die Schulden seit dem Jahresbeginn um gut zehn Prozent auf 27,7 Milliarden Euro. RWE verbuchte vor allem dank dieses Einmaleffekts ein kräftiges Gewinnplus von 118 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

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Während die Talfahrt bei den konventionellen Kraftwerken sich beschleunigte, legte der Gewinn der Ökostrom-Sparte kräftig zu. Dabei zahlen sich Investitionen vor allem in große Windparks zunehmend aus.

Der insgesamt kühlere Winter als vor einem Jahr half dem Konzern zusätzlich, weil er den Gasabsatz steigen ließ. So kletterte der RWE-Umsatz um knapp drei Prozent auf 14,6 Milliarden Euro.

Hoffnung auf eine allmähliche Erholung der Geschäfte machte das Unternehmen weiter nicht. Der Vorstand bestätigte seine Prognose, wonach das betriebliche Ergebnis in diesem Jahr um bis zu zwölf Prozent auf 3,6 bis 3,9 Milliarden Euro sinken soll. Bei dem um Sondereffekte bereinigten nachhaltigen Nettoergebnis stellt RWE weiter 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro in Aussicht, 2014 waren es noch 2,3 Milliarden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

13.05.2015, 10:20 Uhr

Die Windkraftanlagen fahren in Zukunft keine Gewinn ein. Diese Windkraftanlagen werden in Zukunft mehr Wartungs- und Verschleißkosten als Ertrag haben und somit einen negativen Gewinn. Weiterhin werden weiter Reformen beim EEG immer dringender um nicht die ganze Volkswirtchaft auf Dauer zu schädigen. RWE beraubt sich gerade mit der Energiewende auf Basis des marktfeindlichen EEG seiner Geschäftsbasis = Kraftwerke. RWE wird mit der Energiewende per EEG komplett in den wirtschafltichen Untergang fahren. Die Energiewende an sich bringt unsere Volkswirtschaft in einen Zustand wo Mangel und Armut wieder zum Alltagsleben gehören. EEG = Grün-Sozialistische Planwirtschaft = Mangelwirtschaft und hat mit einer sozialen Marktwirtschaft = Wohlstand nichts aber auch gar nichts gemein!

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