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13.03.2018

17:45 Uhr

Energie-Deal

Innogy-Vorstand will für Rechte der Beschäftigten kämpfen

VonJürgen Flauger

Bis zu 5000 Stellen könnten durch den Innogy-Deal wegfallen. Der Vorstand des Energiekonzerns will für seine Beschäftigten kämpfen.

Der Vorstand des Konzerns pocht auf die Rechte seiner Beschäftigten. dpa

Innogy-Interimschef Uwe Tigges

Der Vorstand des Konzerns pocht auf die Rechte seiner Beschäftigten.

DüsseldorfDer Vorstand des Energiekonzerns Innogy will bei der geplanten Übernahme durch Eon für die Rechte der Beschäftigten kämpfen.

„Es ist unsere Aufgabe, in dieser keineswegs einfachen Situation die Interessen des Unternehmens und von Ihnen, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, so gut wie möglich wahrzunehmen“, schrieb das Management der Belegschaft in einem internen Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt. „Wir brauchen wieder mehr Sicherheit in Form von verbindlichen Zusagen. Dabei hat die Sicherheit der Arbeitsplätze Priorität.“

Innogy steht vor der Zerschlagung. Der Mutterkonzern RWE hat mit Eon den Verkauf der Tochter vereinbart. Eon rechnet damit, dass im gemeinsamen Unternehmen bis zu 5000 von gut 70000 Stellen wegfallen werden.

„5000 Arbeitsplätze – das ist die Zahl, die uns alle schreckt“, heißt es in dem Schreiben: „Wir sehen hier auch die Gewerkschaften Verdi und IG BCE in der Pflicht.“ Ihre Vertreter hätten die Transaktion explizit begrüßt und in den Aufsichtsräten von Eon und RWE ebenfalls zugestimmt.

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Auch die Gewerkschaften gingen von einem Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und der Fortgeltung der Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen aus. „Wir nehmen sie beim Wort“, erklärte der Vorstand.

Allen Beteiligten müsse klar sein, „dass wir für den Fall der Fälle nur gemeinsam zum Erfolg kommen können“, heißt es weiter. „Dies werden wir auch betonen, wenn wir uns in den nächsten Wochen, wie von Johannes Teyssen und RWE-Chef Rolf Martin Schmitz heute angekündigt, gemeinsam an einen Tisch setzen.“

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