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26.08.2013

15:09 Uhr

Energie

Siemens stellt erste Nordseeplattform fertig

Gut 700 Millionen Euro hat Siemens die Verspätung bei der Anbindung von Nordsee-Windparks bislang gekostet. Eine Gewinnprognose fiel den Pannen zum Opfer. Nun ist die erste Plattform vor der Küste Helgolands installiert.

Die Konverterplattform BorWin wurde nun 125 Kilometer vor der deutschen Nordseeküste bei Borkum installiert. Hier steht sie noch in der Werft in Rostock. dpa

Die Konverterplattform BorWin wurde nun 125 Kilometer vor der deutschen Nordseeküste bei Borkum installiert. Hier steht sie noch in der Werft in Rostock.

MünchenSiemens hat mit gut einem Jahr Verspätung die erste Station für die Anbindung eines Hochseewindparks vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste fertig. „Mit der Installation unserer Plattform auf See haben wir den kritischsten Teil dieses Projekts erfolgreich gemeistert“, teilte der Chef der zuständigen Siemens-Sparte, Karlheinz Springer, am Montag mit.

Über die geglückte Installation hatte zuvor auch das „Handelsblatt“ (Montag) berichtet. Für Siemens ist das ein wichtiger Schritt, gehörte die Anbindung der Windparks doch zu den größten Baustellen des Konzerns.

Bislang kosteten die Verzögerungen die Münchner gut 700 Millionen Euro. 2011/2012 musste der damalige Konzernchef Peter Löscher wegen des Debakels auf See sogar die Gewinnprognose kappen. Dem inzwischen abgelösten Vorstandsvorsitzende waren neben anderen Punkten auch immer die wieder die Probleme bei der Windparkanbindung vorgeworfen worden. Grund für die Verzögerungen waren unter anderem zu zuversichtliche Annahmen etwa für die Genehmigung der Mammutprojekt.

Für die Windparks sind die Plattformen unverzichtbar. Auf ihnen wird der Strom für den Transport an Land in Gleichstrom umgewandelt. In einer Station an der Küste wird er wieder in Wechselstrom zurückgewandelt.

In Betrieb soll die Anlage Helwin 1 erst 2014 gehen. Damit können dann mehr als 500 Megawatt Strom ans Festland transportiert werden. Die Plattform befindet sich nordwestlich von Helgoland rund 85 Kilometer von der Küste entfernt. Eine zweite Anlage für einen Windpark vor der Insel Borkum soll noch vor dem Herbst von einer Werft in Warnemünde an ihren endgültigen Standort geschleppt und installiert werden.

Insgesamt baut Siemens vier dieser Plattformen für den Netzbetreiber Tennet: neben Helwin1 und Borwin1 noch Borwin2 und Sylwin1 für einen Windpark vor der Insel Sylt. Die Plattformen sind 27 Meter hoch, verfügen über sieben Decks und messen 75 mal 50 Meter.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

26.08.2013, 15:32 Uhr

Zitat : Siemens stellt erste Nordseeplattform fertig

- und jetzt kann Siemens abwarten, bis diese Plattform vergammelt !
Dann kann der Konzern, wenn in etwa 20 Jahren der Netzanschluss auf Land erfolgt ist, diese Plattform mittels Subventionskosten ( Steuergelder, die man den normalen Stromverbrauchern über die Stromrechnung abknüpft ) ersetzen und einen Gewinn erzielen !

So spielen heute die Dilettantischen Politiker mit gewinnsüchtigen, dilettantischen Großkonzernen mit unseren Steuergeldern !!!

Nachwuchs

26.08.2013, 18:48 Uhr

700 Mill. Euro hat also das Management vorsätzlich, mit Absicht vernichtet. Wiviel Euro hätte also der normale Mitarbeiter an Boni erhalten können, wenn das Management von Siemens nicht nur Siemens vorsätzlich schaden würde??

Schiebold

27.08.2013, 08:05 Uhr

Der Bericht ist so nicht ganz richtig die Namen der Plattformen sind falsch.
Helwin 1 ist installiert
Borwin 2 schwimmt
Sylwin 1 und Helwin 2 sind noch in der Werft.

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