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14.02.2017

15:00 Uhr

Energiekonzern EDF

„Das Jahr 2018 wird ein Jahr der Erholung“

Der französische Energiekonzern EDF möchte sich im Jahr 2018 vor den nächsten Mammutinvestitionen eine Verschnaufpause gönnen. Im vergangenen Jahr sanken sowohl der operative Gewinn als auch der Umsatz.

Im vergangenen Jahr musste EDF etwa ein Drittel der heimischen Reaktoren wegen Sicherheitsprüfungen vorübergehend schließen. Reuters, Sascha Rheker

EDF

Im vergangenen Jahr musste EDF etwa ein Drittel der heimischen Reaktoren wegen Sicherheitsprüfungen vorübergehend schließen.

ParisDer französische Energieriese EDF plant vor den nächsten Mammutinvestitionen eine Verschnaufpause. Kosteneinsparungen, Geschäftsverkäufe und eine Kapitalspritze der öffentlichen Hand sollen bis nächstes Jahr die Finanzen aufbessern, wie der mehrheitlich vom Staat kontrollierte Konzern am Dienstag ankündigte. „Das Jahr 2018 wird ein Jahr der Erholung“, sagte EDF-Chef Jean-Bernard Levy. Danach will er die nächsten Großaufgaben angehen.

Dazu gehören der Bau von zwei Atomreaktoren im britischen Hinkley Point für umgerechnet 21 Milliarden Euro sowie die Modernisierung der französischen Kernkraftwerke im nächsten Jahrzehnt für 50 Milliarden Euro. Außerdem werden Übernahme und Umbau der Reaktorsparte des französischen Atomkonzerns Areva weitere Milliarden verschlingen.

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Im vergangenen Jahr musste EDF etwa ein Drittel der heimischen Reaktoren wegen Sicherheitsprüfungen vorübergehend schließen. Dies trug dazu bei, dass der operative Gewinn um knapp sieben Prozent auf 16,4 Milliarden Euro zurückging. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 71,2 Milliarden.

Die Probleme von Toshibas US-Atomsparte Westinghouse dürften Branchenkreisen zufolge EDF/Areva grundsätzlich zugutekommen. Dennoch seien die Chancen auf neue Exportaufträge eher gering wegen der erhöhten Sicherheitsanforderungen nach der Atomkatastrophe von Fukushima 2011 und der verschärften Konkurrenz durch Akw-Bauer aus China, Russland und Südkorea.

Von

rtr

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