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07.05.2013

14:16 Uhr

Energiekonzern

EnBW verkauft weniger Strom

Der Energieversorger setzt bei seinem Stromabsatz den Trend vom vergangenen Jahr fort: Das Geschäft ist im ersten Quartal erneut geschrumpft. Überraschend kamen die Zahlen nicht – die Aktionäre waren bereits vorgewarnt.

Unternehmensschild von EnBW: Der Energiekonzern muss sich neu aufstellen. dpa

Unternehmensschild von EnBW: Der Energiekonzern muss sich neu aufstellen.

KarlsruheDer Energieversorger EnBW steht in seinem Kerngeschäft weiter stark unter Druck. Im ersten Quartal verkaufte der Karlsruher Versorger mit 33,5 Milliarden Kilowattstunden 3,5 Prozent weniger Strom als im Vorjahr. Schon im vergangenen Jahr war der Stromabsatz mit minus 13 Prozent deutlich geschrumpft.

Auch beim Konzernüberschuss musste das Unternehmen Federn lassen. Mit 443 Millionen Euro lag das Ergebnis in den ersten drei Monaten um gut 21 Prozent unter den Zahlen des Vorjahresquartals.

„Die Zahlen haben wir erwartet“, sagte ein Sprecher am Dienstag. Das Unternehmen werde die nächsten Jahre brauchen, um sich neu aufzustellen in einem angesichts der Energiewende veränderten Marktumfeld.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Den Gasabsatz konnte EnBW deutlich um gut 48 Prozent auf 38 Milliarden Kilowattstunden steigern. Infolgedessen wuchs auch der Umsatz um 12,8 Prozent auf 5,75 Milliarden Euro (5,1).

„Der langfristige Liefervertrag mit Novatek ermöglicht uns natürlich eine andere Position am Markt“, sagte der Sprecher. Mit dem russischen Gasproduzenten hatte EnBW im Oktober 2012 einen Vertrag geschlossen. Gas bleibe aber das schwächere Standbein von EnBW. Die Investitionen lagen mit 143 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert (146,8).

Das Unternehmen hatte auf seiner Hauptversammlung Ende April die Aktionäre auf harte Zeiten eingeschworen. EnBW-Chef Frank Mastiaux entwickelt derzeit mit „EnBW 2020“ eine Strategie zur Bewältigung der Energiewende. Details dazu werden frühestens im Juni bekanntgegeben. EnBW ist mit den beiden Großaktionären, dem Land Baden-Württemberg und dem Zweckverband OEW, mehrheitlich in öffentlichem Besitz.

Von

dpa

Kommentare (1)

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SteuerKlasseEins

08.05.2013, 00:46 Uhr

Hätte Deutschland nicht seit 2000 mit den Kurs zu unweigerlich steigenden EEG-Netzkosten und EEG-Umlagen eingeschlagen, dann hätten die Konsumenten längst neue Anwendungen für Strom. So z.B. E-Autos, E-Heizungen, E-Klimanlagen usw. Dann könnte die gesamte Stromwirtschaft mehr verkaufen, und jedem wäre geholfen, indem man zunehmend unabhängiger geworden wäre vom Öl&Gas.

- Aber nein, man mußte ja die Ideen diverser Öko-Phantasten mit (steuerlicher staats-)Gewalt umsetzen, und sitzt jetzt in einem sozialistischen Sumpf aus Umlagen, Abgaben, Zwängen, in dem die eigentlichen Herstellungskosten einer Kilowattstunde im Großkraftwerk vernachlässigbar und irrelevant geworden ist - die Politik diktiert den Strompreis, der Markt ist am Ende. Inzwischen darf sich die Öl-/Gasindustrie freuen, denn unsere Politik tut genau das was sie will, sie macht (Atom-/Kohle-)Strom als Alternative zu direkt eingesetzten fossilen Treibstoffen unattraktiv, und erzwingt sogar die Abschaltung völlig intakter Kraftwerke.

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