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12.07.2017

12:12 Uhr

Energiekonzern Eon

Atomtochter will Hälfte der Jobs streichen

Eons Atomtochter Preussen Elektra plant, 50 Prozent ihrer Arbeitsplätze abzubauen – bis 2026. Stillgelegte und abgerissene Meiler sorgen für die geringere Beschäftigung. Die Gespräche mit den Gewerkschaften stocken.

Die PreussenElektra AG hat die beiden Kühltürme des stillgelegten Atomkraftwerkes Würgassen an der Weser abgerissen. dpa

Eon-Tochter

Die PreussenElektra AG hat die beiden Kühltürme des stillgelegten Atomkraftwerkes Würgassen an der Weser abgerissen.

DüsseldorfDie Atomtochter des Energiekonzerns Eon, PreussenElektra, will bis Mitte des kommenden Jahrzehnts mindestens 1.000 ihrer insgesamt 2.000 Stellen streichen. „Wir wollen die Zahl der Arbeitsplätze bis 2026 mindestens halbieren“, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Gründe hierfür seien die Stilllegung weiterer Kernkraftwerke und der Abriss der Meiler. Der Mutterkonzern Eon hatte angekündigt, bis 2018 rund 1.300 der 40.000 Jobs zu streichen. Der Stellenabbau bei PreussenElektra läuft dem Unternehmen zufolge unabhängig davon. Die „Rheinische Post“ hatte zuerst darüber berichtet.

PreussenElektra mit Sitz in Hannover betreibt die Atomkraftwerke Brokdorf, Grohnde und Isar 2. Weitere fünf Meiler sind bereits stillgelegt worden. Bis Ende 2022 sollen in Deutschland alle Atomkraftwerke vom Netz gehen. Der Abriss der Meiler wird Jahre dauern und Milliardensummen verschlingen. Bei den Gesprächen mit den Gewerkschaften über Sparmaßnahmen gab es bislang keinen Durchbruch. PreussenElektra hat dem Sprecher zufolge zum Ende des Jahres die Mitgliedschaft in der Tarifgemeinschaft Energie gekündigt. Den Gewerkschaften habe das Unternehmen vorgeschlagen, bis 2026 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und viele Mitarbeiter auch beim Rückbau zu beschäftigen. Im Gegenzug sollen die Personalkosten um 40 Millionen Euro pro Jahr gesenkt werden, unter anderem durch eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit auf 39 von bislang 37 Stunden. Einen Termin für eine neue Verhandlungsrunde gebe es bislang nicht.

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Bei der früheren Eon-Tochter Uniper sollen die Verhandlungen über Kostensenkungen am 16. August wieder aufgenommen werden. Das Unternehmen hat ebenfalls die Mitgliedschaft in der Tarifgemeinschaft Energie gekündigt. Uniper-Chef Klaus Schäfer will in diesem und dem kommenden Jahr die Kosten um je 100 Millionen Euro reduzieren. Er hat dabei neben dem Einkauf und der IT auch das Personal im Blick. Uniper beschäftigt rund 13.000 Mitarbeiter, davon etwa 5.000 in Deutschland.

Von

rtr

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