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19.09.2013

18:55 Uhr

Energiekonzern

Eon sichert sich Gaslieferungen aus Aserbaidschan

Eon brauch sich vorerst keine Gedanken mehr über Gaslieferungen machen. Der Energieversorger sichert sich Lieferungen aus Aserbaidschan – für die nächsten 25 Jahre. Für die Europäische Union ist das eine Niederlage.

Bislang bezieht Eon den größten Teil seines Gasbedarfs aus Russland, Norwegen, Deutschland und den Niederlanden. dpa

Bislang bezieht Eon den größten Teil seines Gasbedarfs aus Russland, Norwegen, Deutschland und den Niederlanden.

DüsseldorfDeutschlands größter Energieversorger Eon hat sich für die nächsten Jahrzehnte umfangreiche Gaslieferungen aus Aserbaidschan gesichert. Der Vertrag über die Lieferung von 40 Milliarden Kubikmeter Erdgas habe eine Laufzeit von 25 Jahren, teilte der Düsseldorfer Konzern am Donnerstag mit. Lieferbeginn sei frühestens 2019.

Eon-Manager Christopher Delbrück sprach von einem bahnbrechenden Vertrag. „Er sichert Europa über Jahrzehnte Gaslieferungen aus einer neuen Versorgungsregion zu Bedingungen, die den Verhältnissen auf dem europäischen Märkten entsprechen“, sagte der Manager. Das Gas soll aus dem im Kaspischen Meer gelegenen Shah-Deniz-Feld über die Trans Adriatic Pipeline (TAP) nach Europa fließen. Bislang bezieht Eon den größten Teil seines Gasbedarfs aus Russland, Norwegen, Deutschland und den Niederlanden.

Die Entscheidung des aserbaidschanischen Förderkonsortiums für die TAP ist gleichzeitig eine Niederlage für das von der Europäischen Union unterstütze Pipeline-Projekt Nabucco. Für die Ex-Sowjetrepublik Aserbaidschan, die wegen ihrer autoritären Politik international in der Kritik steht, ist der Vertrag von großer Bedeutung. Nach Öl soll künftig auch Gas vom Kaspischen Meer in die EU strömen.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Der staatliche Energiekonzern Socar hatte kürzlich erklärt, die TAP-Leitung könne nur der Anfang sein. „Aserbaidschan hat große Vorräte", sagte Socar-Präsident Rownag Abdullajew. Der Export werde durch die Erschließung neuer Felder beträchtlich wachsen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

19.09.2013, 19:21 Uhr

So clever, wie EON Manager bislang agierten, kann man die Uhr danach stellen, daß der Hasenfuß des Vertrages an die Oberfläche kommt - genauso wie bei Ruhrgas/Gazprom.

Wie kann man nur in Zeiten des dramatischen Umbruchs auf dem Energiesektor sich "etwas langfristig sichern"?

Mal an Fracking gedacht und den folgenden dramatischen Absturz der Energiepreise in Nordamerika?

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