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28.08.2013

12:59 Uhr

Energiekonzern

RWE darf mehr Windkraftanlagen bauen

RWE setzt stärker auf Erneuerbare Energien: Der Konzern hat die Erlaubnis bekommen, weitere Windräder in der Nordsee zu bauen. Die endgültige Entscheidung über die Investition ist aber noch nicht gefallen.

Das Baugebiet in der Nordsee erstreckt sich auf insgesamt 100 Quadratkilometer. dpa

Das Baugebiet in der Nordsee erstreckt sich auf insgesamt 100 Quadratkilometer.

EssenDer Essener Energiekonzern RWE hat die Genehmigung zum Bau von zwei weiteren Windparks in der Nordsee erhalten. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) habe die beiden Projekte mit insgesamt 108 Turbinen gebilligt, teilte die für erneuerbare Energien zuständige Unternehmenstochter RWE Innogy am Mittwoch in Essen mit. Die beiden Windparks sollen Teil eines zusammenhängenden Groß-Windparks etwa 40 Kilometer vor der Insel Juist werden. Einen ersten RWE-Windpark dort hatte das BSH bereits 2012 genehmigt.

Die endgültige Investitionsentscheidung ist RWE Innogy zufolge aber noch nicht gefallen. Für das erste Teil-Projekt, den Windpark „Nordsee One“, soll dies voraussichtlich Anfang kommenden Jahres geschehen. Der Bau könnte dann den Planungen zufolge 2015 beginnen. Die zwei nun genehmigten weiteren Teil-Projekte „Innogy 2“ und „Innogy 3“ könnten zwischen 2015 und 2020 folgen.

In der Nordsee werden derzeit mehrere Windparks errichtet. RWE etwa baut bereits ein Turbinenfeld 35 Kilometer nördlich von Helgoland. Dort werden momentan Kabel verlegt und die Fundamente gebaut. Vor einigen Tagen wurde die Errichtung des Windparks „Bard Offshore 1“ vor Borkum abgeschlossen. Er liefert bereits seit Dezember 2010 Strom, voll ausgebaut kann er nun bis zu 500.000 Haushalte versorgen.

Insgesamt gibt es beim Bau der Windparks, die ein zentraler Pfeiler der deutschen Energiewende werden sollen, allerdings Probleme. Unsichere Rahmenbedingungen lassen Investoren mit definitiven Zusagen für weitere Projekte zögern. Vor allem die fristgemäße Anbindung der Parks an das Stromnetz an Land ist gefährdet und bedroht die Wirtschaftlichkeitsrechnung. Auch Unklarheiten über mögliche Reformen am Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) lassen Geldgeber derzeit eher abwarten.

Von

dpa

Kommentare (3)

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HofmannM

28.08.2013, 13:03 Uhr

Das RWE Managment wird auch nicht schlauer und steuert mit dem Ausbau der unwirtschaftlichen Erneuerbaren Energietechnik auf die eigene Insolvenz zu. Wie ökologisch grün durchtränkt muss die RWE Führung schon sein, wenn Sie IMMER NOCH an der unwirtschaftlichen und technisch veralteten Energieerzeugung per Wind und Sonne festhält. Selber Schuld, wenn dieser Konzern so offensichtlich gegen die Energiewende-Mauer fährt!

Account gelöscht!

28.08.2013, 13:36 Uhr

Die machen das sicher nur, um Verluste zu machen....

Account gelöscht!

18.09.2013, 18:39 Uhr

Liebes Handelsblatt, es gibt keine "Erneuerbaren Energien". Diese Verwendung dieses Ausdrucks ist nicht nur ein Zeichen für mangelnde naturwissenschaftliche Bildung, sondern darüber hinaus für fehlende Kritikfähigkeit, mangelnden investigativen Spirit und Desinteresse am Schicksal eines verarmenden Teils unserer Bevölkerung.

Der korrekte Oberbegriff für Windmühlen und Solardächer, um die es hier vor allem geht, lautet "Kleinanlagen mit Zufallsleistung".

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