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14.11.2013

07:35 Uhr

Energiekonzern

RWE streicht Mitarbeiterzahl radikal zusammen

Viele RWE-Kraftwerke schreiben rote Zahlen. Jetzt verschärft der Konzern den Personalabbau noch einmal. Tausende Mitarbeiter müssen um ihre Stellen bangen, allein in Deutschland fallen 4750 Jobs weg.

Ein RWE-Mitarbeiter vor Strommasten: Bei dem Energiekonzern fallen Tausende Stellen weg. dpa

Ein RWE-Mitarbeiter vor Strommasten: Bei dem Energiekonzern fallen Tausende Stellen weg.

EssenDer Energieriese RWE baut angesichts stark schrumpfender Gewinne weiter erheblich Personal ab. Konzernweit sollen bis 2016 weitere 6750 Stellen wegfallen oder durch Verkauf abgegeben werden, davon allein 4750 in Deutschland. Das verlautete aus Konzernkreisen anlässlich der Quartalsbilanz am Donnerstag in Essen. Verhandlungen müsse es auch über die Höhe der Gehälter sowohl der Mitarbeiter als auch der Führungskräfte geben.

Der Personalstand werde sich damit von rund 67.400 Stellen zum Jahresende 2013 auf knapp 61.000 verringern. Betriebsbedingte Kündigungen sollten über eine konzerninterne Jobbörse, Altersteilzeit und die natürliche Fluktuation vermieden werden, sagte Tigges. Den bis Ende 2014 laufenden tariflichen Kündigungsschutz könne er angesichts der Lage auf dem Energiemarkt nicht verlängern.

Der Versorger hat nur dank eines Sondereffekts seinen Betriebsgewinn in den ersten neun Monaten auf dem Vorjahresniveau gehalten. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) habe 0,1 Prozent niedriger bei 6,71 Milliarden Euro gelegen. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 6,8 Milliarden Euro gerechnet. In dem Gewinn ist aber eine Rückzahlung des russischen Gaslieferanten Gazprom von rund rund einer Milliarde Euro verbucht. Unter dem Strich brach das Ergebnis um 67,6 Prozent auf 609 Millionen Euro ein.

Der Konzern erwartet für 2014 einen deutlichen Gewinnrückgang. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde auf 7,6 bis 8,1 Milliarden Euro nach neun Milliarden Euro in diesem Jahr schrumpfen. Das für die Dividende entscheidende nachhaltige Nettoergebnis werde 2014 auf 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro von 2,4 Milliarden Euro 2013 fallen.

Das Unternehmen hatte bereits Ende September eine Halbierung der Dividende und Einschnitte beim Personal in der Kraftwerkssparte angekündigt. RWE leidet wie die gesamte Branche unter dem stark gesunkenen Börsenstrompreis und geringer Auslastung der Gas- und Steinkohlekraftwerke. Von 2011 bis Ende 2013 hat RWE bereits 6200 Stellen abgebaut oder durch Verkauf abgegeben.

Der neue Personalabbau verteile sich im Wesentlichen auf die Kraftwerkssparte (2300 Stellen), die Zentralisierung von Querschnittsfunktionen mit dem Sparprogramm „RWE 2015“ (2400 Stellen) und den geplanten Verkauf der Ölfördertochter Dea (1400 Stellen). Deutlich gespart werden soll auch an der Tochter für erneuerbare Energien RWE Innogy (250 Stellen).

Im ersten Quartals nächsten Jahres werde es Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern geben. Die Arbeitnehmer fordern bisher eine Verlängerung des Kündigungsschutzes möglichst um zehn Jahre, was das Unternehmen aber ablehnt. Keine Einigung gibt es bisher auch zu einer vom Unternehmen ins Spiel gebrachten Nullrunde beim Gehalt.

Kommentare (14)

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P17

14.11.2013, 08:07 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

HofamnnM

14.11.2013, 08:29 Uhr

Schafft endlich das perfide und asozaile EEG ab und bereitet dieser wohlstandsvernichtenden Energiewende ein Ende!!! EEG/Energiewende = Armut und Mangel!

laika0231

14.11.2013, 08:34 Uhr

Es bleibt das Geheimnis von RWE Chef Terium, wie man mit erheblichen Stellenkürzungen bei Innogy das Geschäft mit Erneuerbaren Energien zur Säule des RWE-Geschäfts ausbauen will.

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