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20.08.2013

17:30 Uhr

Energiekonzerne

Fitch stuft Eon und RWE herunter

Die Energiewende ist für die Versorger RWE und Eon eine Herkulesaufgabe. Für die Ratingagentur Fitch ist die Aussicht des deutschen Strommarktes schwierig: Sie stuft die Kreditwürdigkeit beider Konzerne herunter.

Ein Windkraftrad bei Nossen in Sachsen: Die Energiewende belastet auch die Kreditfähigkeit der deutschen Versorger. dpa

Ein Windkraftrad bei Nossen in Sachsen: Die Energiewende belastet auch die Kreditfähigkeit der deutschen Versorger.

DüsseldorfDie mit der Energiewende kämpfenden Versorger E.ON und RWE geraten einmal mehr in das Visier der Ratingagenturen. Die Agentur Fitch stufte am Dienstag die Kreditwürdigkeit von E.ON auf "A-" von "A" herunter und die von RWE auf "BBB+" von "A-". Der Ausblick sei bei beiden stabil.

Die Agentur begründete ihren Schritt sowohl bei E.ON als auch bei RWE mit der schwierigen Situation auf dem deutschen Strommarkt. Die Energieriesen kämpfen mit stark gefallenen Großhandelspreisen. Sie hatten in der vergangenen Woche angekündigt, diverse Gas- und Kohlekraftwerke vorübergehend oder ganz stillzulegen, da sich ihr Betrieb nicht mehr lohne.

Den Konzernen machen die Konkurrenz durch den Ökostrom, Überkapazitäten und die schwache Nachfrage in den krisengeplagten Staaten Südeuropas zu schaffen. Schon nach der Atomwende 2011 hatten die Ratingagenturen die Versorger aufs Korn genommen. Ein schlechteres Rating kann die Finanzierung von Krediten verteuern. E.ON und RWE drücken Schulden von mehr als 33 beziehungsweise 35 Milliarden Euro.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

20.08.2013, 17:42 Uhr

Die Herabstufung ist logisch aber nicht dramatisch. Der Ausblick "stabil" besagt, dass nach einer erwartbar längeren Durststrecke, die Versorger EON und RWE wie der Phönix aus der merkelschen Asche aufsteigen werden, nämlich genau dann, wenn man erkannt (und "erfühlt" !!!)hat, dass sie Energiewende von der riesigen, noch immer freudig erregten Laienspielerschar endgültig an die Wand gefahren wurde.

Sonnenschein

20.08.2013, 18:08 Uhr

Wenn sich die großen Energieversorger weiter aufs "Strom machen" konzentrieren, gehen die den Bach runter. Die Stromerzeugung wird viel kleinteiliger und die Stromspeicherung wird folgen. Und es wird sehr, sehr schnell gehen.

Die heute neu gebauten Häuser brauchen unter dem Strich keine Energie von außen mehr und schon heute ist es mit einer kleinen PV-Anlage und einen kleinen Blei-Akku möglich, 80% des benötigten Stroms selbst zu erzeugen.

Wenn die großen Energiekonzerne weiter auf "besseres politisches Wetter" warten, überleben die in ihrer heutigen Struktur keine 10 Jahre mehr.

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