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18.11.2013

11:37 Uhr

Energieparks

Dänen bestellen Windkraftanlagen bei Siemens

Zwei Großaufträge für Siemens: Der dänische Versorger Dong Energy bestellt Siemens-Windturbinen für zwei Energieparks in der Nordsee. Die Großaufträge gelten als in der Branche als Überraschung.

Die Skandinavier bestellen bei Siemens 97 Windturbinen. dpa

Die Skandinavier bestellen bei Siemens 97 Windturbinen.

MünchenSiemens hat erneut zwei Großaufträge vom dänischen Versorger Dong Energy an Land gezogen. Die Skandinavier bestellten 97 Windturbinen für zwei Energieparks vor der Nordseeküste, wie Siemens am Montag mitteilte. Die Anlagen hätten insgesamt eine Leistung von 582 Megawatt. Konzernkreisen zufolge beträgt der Wert der beiden Aufträge inklusive eines fünfjährigen Servicevertrags etwa eine Milliarde Euro.

Erstmals liefert Siemens dabei vor der deutschen Küste Turbinen mit einer Einzelleistung von sechs Megawatt. In der zweiten Jahreshälfte 2016 sollen die Windräder vor Juist Strom ins Netz einspeisen.

Die größten Windkraftanlagenhersteller (Ranking 2012)

Platz 10

Die Unternehmensberatung BTM Consult analysiert einmal im Jahr den weltweiten Markt für Windkraftanlagenhersteller. Auf dem zehnten Platz befindet sich in der aktuellen Rangliste, die sich auf Daten von 2012 bezieht, das chinesische Unternehmen Mingyang mit einem Marktanteil von 2,7 Prozent. Laut eigenen Angaben ist die Firma der größte nicht-staatliche Windkraftanlagenbauer von China und arbeite in Deutschland mit dem Unternehmen aerodyn Energiesysteme zusammen.

Platz 9

Auch auf dem neunten Platz ist ein chinesisches Unternehmen, wenn auch nur mit dem geringen Anteil von 3,2 Prozent: Sinovel.

Platz 8

Mit einem Marktanteil von 4,7 Prozent ist United Power auf dem achten Platz der Weltrangliste der größten Windkraftanlagenhersteller. Das Unternehmen ist wie Sinovel und Mingyang in China beheimatet.

Platz 7

6 Prozent Marktanteil hat das chinesische Unternehmen Goldwind.

Platz 6

Gamesa ist das einzige spanische Unternehmen in der Top 10-Liste der größten Windkraftanlagenhersteller der Welt. Die Firma hat ihren Hauptsitz im Baskenland in Nordspanien und hatte 2012 einen Marktanteil von 6,1 Prozent weltweit.

Platz 5

Auf dem fünften Platz befindet sich mit einem Marktanteil von 7,4 Prozent die Suzlon Group aus Indien. Im Vorjahr war sie noch auf dem sechsten Platz

Platz 4

Auch das deutsche Unternehmen Enercon kletterte weltweit in der Rangliste nach oben – vom fünften Platz 2011 ging es auf den vierten Platz 2012. Enercon hat einen Marktanteil von 8,2 Prozent, in Deutschland hat das Unternehmen dagegen einen Anteil von mehr als 50 Prozent. 

Platz 3

Auch auf dem dritten Platz der weltgrößten Windkraftanlagen befindet sich ein deutsches Unternehmen: Siemens. Sein Anteil am Weltmarkt betrug 2012 laut BTM Consult 9,5 Prozent.

Platz 2

Eine schwere Rückschlag musste im vergangenen Jahr der dänische Windkraftanlagenbauer Vestas einstecken. Erstmals seit 2000 schaffte es das Unternehmen mit einem Marktanteil von 14 Prozent nicht auf den ersten Platz der größten Anlagenhersteller.

Platz 1

General Electric hat im vergangenen Jahr erstmals Vestas vom ersten Platz der Rangliste der größten Windkraftanlagenbauer verdrängt – mit einem Marktanteil von 15,5 Prozent. Das US-Unternehmen war 2011 noch an dritter Stelle.

Die Großaufträge gelten in der Branche zum jetzigen Zeitpunkt als Überraschung. Zuletzt waren Bestellungen für Windkraftanlagen auf See rar geworden. Hohe Kosten und Probleme mit der Anbindung ans Stromnetz, die vor allem Siemens verantworten musste, hatten Investoren vom Bau neuer Großparks abgehalten.

Von

rtr

Kommentare (3)

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anonym

18.11.2013, 11:14 Uhr

Na,hoffentlich vergessen Sie die Leitungen nicht!

HofmannM

18.11.2013, 11:28 Uhr

Was macht eigentlich der weltgrößte Windkraftanlagenbauer VESTAS? Schließlich ist Vestas ja ein dänisches Unternehmen...

faktgeo

18.11.2013, 16:45 Uhr

Glückwunsch Siemens!
Einer der wenigen einheimischen Unternehmen, die bei Anlagen für erneuerbare Energien noch mit an der Weltspitze stehen.
Die rot-grünen Wunschvorstellungen von vielen sauberen "grünen" Arbeitsplätzen werden insbesondere im Solarbereich nun weitgehend von chinesischen Firmen abgedeckt.

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