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21.02.2013

13:59 Uhr

Energieversorger

Arbeitskampf bei Eon endgültig abgewendet

Der Streik ist vom Tisch. Eine breite Mehrheit der Gewerkschaftszugehörigen bei Eon haben dem jüngst ausgehandelten Tarifpaket zugestimmt. Bei RWE wird hingegen noch verhandelt. Der Konzern will sein Angebot verbessern.

Energieversorger Eon ist einem Arbeitskampf entgangen: Die Mitglieder der Gewerkschaften haben dem Angebot des Konzerns zugestimmt. dpa

Energieversorger Eon ist einem Arbeitskampf entgangen: Die Mitglieder der Gewerkschaften haben dem Angebot des Konzerns zugestimmt.

DüsseldorfBeim größten deutschen Energiekonzern Eon ist ein Arbeitskampf endgültig abgewendet. In den Urabstimmungen habe sich eine breite Mehrheit für das vor zwei Wochen ausgehandelte Tarifpaket gefunden, teilten die Gewerkschaften Verdi und IG BCE am Donnerstag mit.

Bei Verdi betrug die Zustimmung gut 64 Prozent, bei der IG BCE stimmten rund 73 Prozent der organisierten Mitarbeiter zu. Danach erhalten die 30.000 Eon-Beschäftigten in Deutschland ab Januar eine Gehaltserhöhung von 2,8 Prozent und für März eine Einmalzahlung von 300 Euro. Die Laufzeit beträgt 13 Monate. Die Gewerkschaften hatten ursprünglich ein Plus von 6,5 Prozent gefordert.

Beim Konkurrenten RWE kommen Arbeitgeber und Gewerkschaften am Freitag in Essen zur vierten Verhandlungsrunde zusammen. Der Konzern hatte angekündigt, sein Lohnangebot deutlich zu verbessern. Zuletzt hatte RWE den Gewerkschaften zufolge für 2013 und 2014 eine Erhöhung der Gehälter um je 1,5 Prozent und zwei Einmalzahlungen von je 500 Euro angeboten.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Die Arbeitnehmervertreter haben einen Aufschlag von sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten gefordert. Sie verlangen zudem eine Verlängerung der Vereinbarung zur Beschäftigungssicherung. Vorstandschef Peter Terium hat sich bereit erklärt, weitere zwei Jahre auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.

Von

rtr

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