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07.03.2014

11:15 Uhr

Energieversorger

EnBW-Gewinn schrumpft stark

VonDana Heide

Auch beim Energieversorger EnBW hinterlässt die Energiewende Spuren. Das Betriebsergebnis sinkt deutlich. Doch EnBW-Chef Frank Mastiaux hat große Pläne für die Zukunft.

EnBW-Chef Frank Mastiaux. dpa

EnBW-Chef Frank Mastiaux.

Düsseldorf/StuttgartDer Stuttgarter Energiekonzern EnBW hat Schwierigkeiten, sich an die neuen Anforderungen des Energiemarktes anzupassen. Das zeigte sich erneut bei der Vorlage der Zahlen für das abgelaufenen Geschäftsjahr, die der Konzern am Freitag vorgelegt hat. Der Konzernüberschuss schrumpfte von rund 550 auf rund 120 Millionen Euro, auch das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sank leicht von 1,3 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf 1 Milliarde im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging um 5,3 Prozent auf 2,22 Milliarden Euro zurück. Der Versorger hatte im Zuge der Belastungen aus der Energiewende einen Rückgang um fünf bis zehn Prozent vorhergesagt. Die Aktionäre sollen für 2013 eine Dividende von 69 Cent je Aktie erhalten nach 85 Cent im Jahr zuvor.

Beim Umsatz legte EnBW leicht um 6,3 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro zu. Das Wachstum stammte vor allem aus den Bereichen Vertrieb, Netze und erneuerbare Energien, im Bereich Erzeugung und Handel ging der Umsatz leicht zurück. Wie auch die anderen großen Versorger RWE und Eon kämpft EnBW mit den Folgen der Umstellung des Strommixes in Deutschland. Die konventionellen Kraftwerke, jahrzehntelang die Gewinngaranten der Branche, werfen immer weniger Gewinn ab.

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EnBW kämpft mit einem Effizienzprogramm gegen die Krise an. Im vergangenen Jahr habe das Unternehmen bereits 624 Millionen Euro einsparen können, sagte EnBW-Finanzvorstand Thomas Kusterer bei der Vorlage der Zahlen. Das Programm werde auch in den nächsten Jahren fortgeführt. Aufgrund Effizienzverbesserungen gehe man für 2014 davon aus, „negative Umfeld-Effekte“ annähernd ausgleichen zu können. Das angepasste Ebitda auf Konzernebene werde daher voraussichtlich zwischen 0 und minus 5 Prozent unter dem Niveau von 2013 liege, hieß es.

Langfristig geht EnBW davon aus, dass der Ergebnisbeitrag der konventionellen Erzeugung bis zum Jahr 2020 um 80 Prozent sinken wird. „Vollständig“ kompensieren will der Konzern diesen Wegfall mit einem „starken Wachstum“ in den Bereichen erneuerbare Energien (250 Prozent), Netze (25 Prozent) und Dezentrales Vertriebsgeschäft (100 Prozent).

EnBW kämpft derzeit gegen ein Verbot der Bundesnetzagentur, fünf seiner Kraftwerke abzuschalten. Für das Unternehmen sind die Anlagen nicht mehr rentabel, weil sie aufgrund des zeitweisen Überangebots von Strom und der gesetzlich vorgeschrieben Vorrangigkeit der erneuerbaren Energien immer seltener angeschaltet werden.

Die Bundesnetzagentur hält die Anlagen jedoch nach dem Aus für zwei Atomkraftwerke im Südwesten für „systemrelevant“ für die sichere Stromversorgung. Die Kohle- und Gaskraftwerke müssen bis mindestens Juli 2016 weiter betrieben werden. EnBW will nun gegen das Abschaltungsverbot klagen.

Kommentare (1)

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07.03.2014, 11:41 Uhr

Dieser Frank Mastiaux ist kein Manager der Marktwirtschaft, sondern ein Ideologe der Erneuerbaren Energie Mafia!
Die Energiewende/EEG ist der größte Feind von ENBW, RWE, EON, Stadtwerken und zum Schluss für die gesamte deutsche Gesellschaft!
Mit den Launen der Natur (Windmühlen, Solarmodule, Faulgas) kann man kein Stromnetz (Versorgung zu billigen Preisen und bedarfsgerechter Lieferung) betreiben!
Die Wertschöpfung für diese Erneuerbaren Energien ist in der freien Marktwirtschaft gleich NULL bis VERNICHTEND!
Nur staatliche Dauersubventionen (EEG) können eine Energieerzeugung wie die Erneuerbaren Energien mit einer Wertschöpfung von Null (= KEIN marktwirschaftlicher Nachfragebedarf vorhanden) in einer "Scheinmarktwirtschaft" (=planwirtschftlichen und kostentreibenden System) aufrecht erhalten.
Solange aber nur, bis das Kapital von Bürgern und Staat (Volksvermögen/Werte) aufgebraucht ist!

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