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09.05.2014

10:10 Uhr

Energieversorger

EnBW leidet unter warmen Winter

Der milde Winter verdirbt dem baden-württembergischen Energieversorger EnBW zu Jahresbeginn das Geschäft: Der operative Gewinn brach im ersten Quartal ein. Doch das Wetter ist nicht das einzige Problem von EnBW.

Wegen des milden Winters mussten nur die wenigsten ihre Heizung aufdrehen: Das führt zu Verlusten für EnBW. dpa

Wegen des milden Winters mussten nur die wenigsten ihre Heizung aufdrehen: Das führt zu Verlusten für EnBW.

StuttgartGutes Wetter hat dem baden-württembergischen Energieversorger EnBW zu Jahresbeginn schlechte Zahlen eingebrockt. Der operative Gewinn brach von Januar bis März gegenüber dem Vorjahr ein, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Wegen des milden Winters verkauften die Karlsruher selbst weniger Gas und verdienten auch weniger mit der Netzdurchleitung für andere Versorger. In der Sparte Erneuerbare Energien, auf die EnBW nach dem Atomausstieg umsattelt, ging der Gewinn mit Wasserkraftwerken zurück. Diese produzierten viel weniger, weil es kaum geregnet hatte und der Wasserstand gering war.

Hinzu kam, dass Derivate, mit denen die EnBW noch vor einem Jahr den Gewinn aufgebessert hatte, jetzt geringer bewertet werden mussten. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schrumpfte um 15 Prozent auf 745 Millionen Euro bei einem Umsatzrückgang um gut zwei Prozent auf 5,6 Milliarden Euro. Dies sei jedoch im Rahmen der Erwartungen, teilte EnBW mit. Die Jahresprognose, nach der das bereinigte Ebitda um bis zu fünf Prozent sinken könnte, werde nicht geändert.

Wieviel Erneuerbare die Energieversorger haben

RWE

Laut einer Studie, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace Ende Februar 2014 veröffentlichte, hat von RWE in Europa produzierter Strom einen Anteil von Wasserkraft von 2 Prozent und einen Anteil von anderen Erneuerbaren Energien von weiteren zwei Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Strommenge, nicht auf die Kapazitäten.

Eon

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon produziert insgesamt drei Prozent seines in Europa hergestellten Stroms aus Erneuerbaren Energien inklusive Windkraft und steht damit im Vergleich schlechter da als Konkurrent RWE.

Vattenfall

Der schwedische Konkurrent Vattenfall produzierte insgesamt vier Prozent seines Stroms in Europa mithilfe regenerativer Energiequellen.

EnBW

EnBW steht im Vergleich der großen vier Energieversorger in Deutschland am schlechtesten da. Das Unternehmen gewinnt nur insgesamt zwei Prozent seines Stroms europaweit aus erneuerbaren Quellen.

Der Gewinn bleibt bei dem staatlich beherrschten Konzern auf Talfahrt, denn dem früher kernkraftlastigen Energieversorger macht der Ausstieg aus der Atomenergie zu schaffen. Die Karlsruher leiden außerdem wie RWE, Eon und viele Stadtwerke darunter, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien ihre konventionellen Kraftwerke aus dem Markt drängt. Vorstandschef Frank Mastiaux hat deshalb im vergangenen Jahr einen radikalen Umbau eingeleitet, der aber nur langsam vorankommt. Die staatlich beherrschte EnBW soll auf erneuerbare Energien und auf neue Serviceangebote zum Energiesparen getrimmt werden.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

09.05.2014, 12:25 Uhr

Der Grüne Kretschmer und das Baden Würrtenbergische Volk wollte doch die Energiewende und den Kernkraft-Kohlekraftausstieg.
Jetzt braucht sich aber auch keiner Beschweren, wenn das Land/Wohlstand gegen die Wand gefahren wird.

Die Erneuerbaren Energien waren, sind und bleiben UNWIRTSCHATLICH und ein Schaden an der eigenen Volkswirtschaft.
Energiewende/EEG = Mangel, Armut und Abzockerei!

Die sog. Erneuerbaren Energien sind der weltweiten Marktwritschaft Nischenprodukte und in der Energietechnik einfach nur minderwertige Nischenprodukte.

Wertschöpfung = NULL bei den Erneuerbaren Energien!
Durch das EEG wird massiv Volksvermögen (Kraftwerkspark) VERNICHTET und der Wohlstand in Deutschland aufgebraucht!

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