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04.02.2013

10:54 Uhr

Energieversorger

EnBW stellt MVV-Anteil zum Verkauf

ExklusivDer Verkauf von Beteiligungen geht los: EnBW-Chef Frank Mastiaux will sich von den Anteilen am Mannheimer Energieversorger MVV trennen. Mit dem frei werdenden Geld will er seine neue Strategie finanzieren.

Räumt beim Energiekonzern EnBW auf: Frank Mastiaux, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. dpa

Räumt beim Energiekonzern EnBW auf: Frank Mastiaux, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.

DüsseldorfDie Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) will sich aus dem Mannheimer Konkurrenten MVV Energie zurück ziehen. Der Energiekonzern habe die Commerzbank beauftragt, einen Käufer für seine 15,1-Prozent-Beteiligung zu finden, hieß es in Branchenkreisen.

Nach Informationen des Handelsblatts will sich der neue EnBW-Chef Frank Mastiaux so finanziellen Spielraum für seine Strategie verschaffen, die er in einer Woche präsentieren wird. MVV Energie ist der einzige börsennotierte Kommunalversorger Deutschlands und setzte zuletzt knapp vier Milliarden Euro um.

In den vertraulichen Verkaufsunterlagen stelle die Commerzbank gleichzeitig einen Anteil von rund sieben Prozent zum Verkauf, den die Investmentbank Barclays sei Jahren hält - und den EnBW über eine Kaufoption hätte erwerben können, heißt es. Zudem biete die Commerzbank an, mit einem Interessenten auch über den Anteil von 6,3 Prozent zu verhandeln, den der französische Energiekonzern GDF Suez an MVV Energie besitzt.

Gemessen am Börsenkurs wäre das gesamte Paket rund 450 Millionen Euro wert, der von EnBW gehaltene Anteil käme auf 250 Millionen Euro.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.


Mit dem gesamten Paket könnte ein Käufer über eine Sperrminorität kommen, sagte ein mit dem Verkaufsprozess Vertrauter. Das mache die einzelnen Anteile attraktiver. Sprecher von EnBW und MVV Energie wollten sich auf Anfrage nicht zu den Verkaufsaktivitäten äußern.

Bereits im Oktober hatte Mastiaux angekündigt, jede Beteiligung auf den Prüfstand zu stellen. Bei der bislang angepeilten Größenordnung von 1,5 Milliarden Euro müsse es nicht bleiben. „Das kann durchaus diesen Wert überschreiten, das will ich gar nicht nicht ausschließen“, sagte er.

Von

juf

Kommentare (5)

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HofmannM

04.02.2013, 11:16 Uhr

ENBW verkauft genauso wie EON und RWE seine Geschäftsgrundlagen. Auch ENBW wird zum Schluss nichts anderes sein als ein armer Energiehändler.
Die Energiewende auf Basis des EEG vernichtet zusehends die großen und günstig erzeugenden Stromkonzerne in Deutschland. Damit ist der Anfang für die systematische Zerstörung der deutschen Industrie/Unternehmen gemacht. Und damit wird unser deutscher industrie- und wissensbasierende Wohlstand in Deutschland vernichtet!
Die ökosozialisten haben mit dem EEG ganze Arbeit geleistet. EEG = Wohlstandsvernichtungsgesetz!
MVV wird nicht gerade darüber begeistert sein einen seiner wichtigsten Investoren/Geldgeber (ENBW) zu verlieren. Auch die MVV wird zusehends von dieser EEG-Entwicklung in den Abgrund gerissen!

sailing

04.02.2013, 12:46 Uhr

na endlich sehen die Großkonzerne wo die Reise hingeht, ein paar Jahre dank politischer Protektion sehr gut verdient, nun müssen sie sich dem Wettbewerb stellen. Es wird Zeit dass man ihnen die Netze "wegnimmt", die hat die Politik im "Privatisierungswahn" vergessen*.

HofmannM

04.02.2013, 13:06 Uhr

@sailing
Irgendwie bist du nicht in der realen Welt angekommen. Wenn die Großkonzerne/Industrie in Deutschland abgefrackt wird durch das politische Dikatat eines EEG/Energiewende, dann wird es für deinen Wohlstandsarsch unbequem!
Das Rückgrat deiner sozialen Wohstandsgefühl ist eine gute und starke Industrie / Energieversorgung!
Mit dem EEG wird dieses Rückgrat komplett zerschmettert.
Wer die Zerschlagung der Konzerne in Deutschland wünscht, der will den Wohlstand für das deutsche Volk vernichten!
Die Netze sind übrigends schon in ausländischer Hand. Das EON-Netz ist an Tennet (Niederlande) verkauft worden! Informiere dich erstmal, bevor du so einen haschgeschwängerten Beitrag ins Netz stellst!

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