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16.04.2015

15:50 Uhr

Energieversorger

Eon könnte Türkei-Geschäft an die Börse bringen

Eon gehören 50 Prozent des türkischen Energieversorgers Enerjisa. Das Tochter-Unternehmen soll nun an die Börse. Doch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind noch unklar. Auch einen Zeitplan gibt es noch nicht.

E.ON will mit einem Tochterunternehmen an die türkische Börse. dapd

E.ON-Unternehmenszentrale in Essen

E.ON will mit einem Tochterunternehmen an die türkische Börse.

IstanbulDer Energiekonzern Eon könnte sich von Teilen seines erst vor wenigen Jahren gestarteten Türkeigeschäfts verabschieden. Der Konzern prüfe einen Börsengang der Tochter Enerjisa, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Es bestehe hierzu ein grundsätzliches Übereinkommen mit dem Partner, der Sabanci -Gruppe. Entschieden sei aber nichts.

Ob es zu einem Börsengang komme, hänge unter anderem von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab. Eon hatte Ende 2012 den Einstieg in den türkischen Markt perfekt gemacht und hält seit 2013 wie Sabanci 50 Prozent an Enerjisa.

Die Türkei gehört neben Brasilien zu den neuen Auslandsmärkten, die Vorstandschef Johannes Teyssen vor wenigen Jahren auf der Suche nach neuem Wachstum ausgemacht hat. Doch in beiden Ländern läuft es nicht rund, sowohl in der Türkei als auch in Brasilien schreibt Eon Verluste.

2014 fuhr der Konzern in beiden Märkten zusammen einen operativen (Ebitda) Verlust von 78 Millionen Euro ein. Dem Konzern machen in beiden Ländern die Währungsturbulenzen zu schaffen. Als Grund für die Verluste in der Türkei 2014 nannte der Versorger auch hohe Finanzierungskosten, eine niedrige eigene Stromerzeugung und hohe Strombeschaffungskosten.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Sabanci hatte im März erklärt, wegen der Marktbedingungen komme ein Börsengang von Enerjisa erst nach 2016 infrage. Enerjisa beschäftigt rund 9000 Mitarbeiter. Der Versorger verfügt über Gas-, Kohle- Wasser- und Windkraftanlagen in einer Größenordnung von 2,5 Gigawatt.

Das Unternehmen baut seine Kapazitäten derzeit weiter aus. 2013 hatte der Versorger auch noch Vertriebs- und Netzgeschäfte hinzugekauft. Das Unternehmen versorgt rund neun Millionen Kunden mit Strom. Eon zufolge spielt bei der Frage eines Börsengangs auch eine Rolle, wie der Integrationsprozess dieser neuen Aktivitäten vorankommt.

Das Türkeigeschäft soll auch nach der 2016 geplanten Aufspaltung des Düsseldorfer Konzerns neben dem Ökostrom und den Stromnetzen Teil von Eon bleiben. Allerdings sitzt bei dem Energieriesen das Geld schon lange nicht mehr locker. Eon drücken Schulden in Höhe rund 33 Milliarden Euro. Teyssen will die Investitionen im Gesamtkonzern kürzen, so dass für ihn auch neue Partner grundsätzlich willkommen sein dürften.

Von

rtr

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