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12.07.2014

15:11 Uhr

Energieversorger

Eon muss Kraftwerke nicht abschreiben

Der Energieversorger Eon sieht derzeit keinen weiteren Abschreibungsbedarf bei seinen Kraftwerken. Der Strompreis habe sich nicht gravierend verändert, deshalb sei das nicht nötig. Bei der Konkurrenz sieht es anders aus.

Braunkohlekraftwerk in Nordrhein-Westfalen: Viele konventionelle Kraftwerke sind nach Angaben ihrer Betreiber wegen der Konkurrenz durch Ökostrom und des Verfalls der Strom-Großhandelspreise nicht mehr profitabel. dpa

Braunkohlekraftwerk in Nordrhein-Westfalen: Viele konventionelle Kraftwerke sind nach Angaben ihrer Betreiber wegen der Konkurrenz durch Ökostrom und des Verfalls der Strom-Großhandelspreise nicht mehr profitabel.

FrankfurtEon sieht derzeit keinen weiteren Abschreibungsbedarf bei seinen Kraftwerken. „Seit unserer letzten Überprüfung gab es keine dramatischen Änderungen bei den Strompreisen“, sagte Finanzvorstand Klaus Schäfer der „Börsen-Zeitung“. „Wir hatten in den vergangenen Jahren regelmäßig einen Wertberichtigungsbedarf, haben aber vielleicht einfach etwas früher damit angefangen, diesen zu verbuchen.“ Eon hatte bereits 2011 hohe Abschreibungen vorgenommen.

EnBW teilte erst vor kurzem mit, wegen der gefallenen Strom-Großhandelspreise 1,5 Milliarden Euro abschreiben zu müssen. Allein die Kraftwerke seien nach den neuesten Berechnungen 1,2 Milliarden weniger wert als bislang angenommen. RWE erklärte dagegen jüngst, nach den Milliardenabschreibungen auf seine Kraftwerke im vergangenen Geschäftsjahr derzeit keinen weiteren Korrekturbedarf zu sehen.

Viele konventionelle Kraftwerke sind nach Angaben ihrer Betreiber wegen der Konkurrenz durch Ökostrom und des Verfalls der Strom-Großhandelspreise nicht mehr profitabel. Eon und RWE legen deshalb reihenweise Kraftwerke still.

Für das laufende Geschäftsjahr bekräftigte Schäfer die Gewinnprognose von Eon. „Beim Ebitda haben wir für 2014 eine Bandbreite von 8,0 bis 8,6 Milliarden Euro prognostiziert nach 9,3 Milliarden im vergangenen Jahr. Dabei bleibt es vorerst.“ Im ersten Halbjahr habe die Geschäftsentwicklung im Rahmen der Erwartungen gelegen. Für 2016 peilt Schäfer eine "sehr viel ausgewogenere Ergebnisstruktur" an. 2012 sei noch rund die Hälfte des Geschäfts von Strom, Gas, Öl oder Kohle abhängig gewesen.


Von

rtr

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