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08.05.2013

09:17 Uhr

Energieversorger

Gewinn von Eon geht weiter zurück

VonDana Heide

Der Energieversorger Eon kämpft sich weiter durch die Krise. Auch im abgelaufenen Quartal verdienten die Düsseldorfer weniger. Die Anleger kann das nicht mehr schocken.

Schwierige Zeiten für den Vorstandsvorsitzende von Eon, Johannes Teyssen. dpa

Schwierige Zeiten für den Vorstandsvorsitzende von Eon, Johannes Teyssen.

DüsseldorfDer Düsseldorfer Energieversorger Eon hat im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 weniger verdient. Das Unternehmen erzielte nur noch ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 3,6 Milliarden Euro – im Vorjahreszeitraum waren es 200 Millionen Euro mehr.

Die Anleger hatten jedoch bereits mit schlechten Ergebnissen gerechnet und so bewegte sich der Kurs der Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen kaum. Eon steht wie auch seine Konkurrenten wegen der Umstellung auf erneuerbare Energien und den damit verbundenen Investitionen unter Druck. Gleichzeitig hat sich die Konkurrenzsituation auf dem Strommarkt verschärft. Seit der Liberalisierung haben sich zahlreiche neue Anbieter etabliert. Allein zwischen 2009 und 2011 hat sich die Zahl der Stromanbieter von 25 auf 50 verdoppelt, heißt es in einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney.

Langsam voran kommt Eon mit dem Abbau seiner hohen Schulden. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung des Konzerns betrug zum Stichtag 31. März 2013 insgesamt 31,6 Milliarden Euro - das entspricht einer Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Milliarden Euro. Wesentliche Gründe waren Verkäufe von Beteiligungen.

Die Desinvestitionen sollen dem Konzern helfen, die Bilanz zu verbessern. Zuletzt hatte Eon seine Tochter Eon Energy from Waste, größter Betreiber von Müllverbrennungsanlagen in Deutschland, an den schwedischen Finanzinvestor EQT verkauft. Auch der Verkauf des Strom- und Gasversorgers Eon Thüringer Energie rückt näher.

Kommentare (23)

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EnergieStrategie

08.05.2013, 09:56 Uhr

Ein möglicher Gewinnrückgang ist ziemlich wurscht! Er muss ja in Zukunft nur noch mit einem Aktienkurs korrelieren, der bereits auf 1/3tel gefallen ist... und wenn man sieht wie wenig z.B. VW Vorzüge nur abgeworfen haben, fragt man sich eh, warum da so viel Positiv-Bashing in der Presse läuft!

Kleiner Tip am Rande:
Man sollte Großkraftwerke nur neben Großabnehmern positionieren!
Kleinkraftwerke sollte man im Umkehrschluß daher direkt bei den Kleinabnehmern positionieren. So könnte man die Strategie und den Ausblick verbessern, ohne den Erneuerbare-Energien-Vorreiter-Ansatz ganz aufzugeben! Stcihwort: kurze Wege!

Dividende_ist_King

08.05.2013, 10:07 Uhr

Schaut man sich die E.On Ausschüttung an, fragt man sich doch warum da überhaupt so viel ausgeschüttet wurde? Bei Verbund z.B., wo die Aktie ähnlich steht, hat der Anleger "nur" € 0,60 pro Aktie bekommen... wenn E.On das für 2013 schaffen könnte, 4% Dividende zu erreichen, ist das schon mal ein guter Grund zum Halten der Aktien.

EON-Shareholder

08.05.2013, 10:15 Uhr

Ein fossiler und strahlender Energiemix hat EON den Blick für die Zukunft versperrt. Hinzu kommt ein verstaubtes "Dinosaurier-Management" besetzt zumeist aus ehemaligen Revierfürsten, die sich in der schnell lebigen Wirtschaftswelt nicht mehr zurecht finden.

In regelmäßigen Abständen wird uns von diesem Management vorgejammert, wie böse doch die Bedingungen am Markt geworden sind. EON sollte endlich die Realität anerkennen. Die Zeit für staatlich subventionierte Gewinne ist vorbei. Heute muss der Konzern für seine eigenen Fehlentscheidungen umgehend die Konsequenzen selbst tragen.

In der Türkei und Brasilien werden vom EON-Management gerade die künftigen großen Baustellen eröffnet. Man bleibt sich also treu! Aktionäre sollten sicherheitshalber schon mal eine Halbierung des heutigen Aktienkurses einplanen.

EON hat keine Visionen! Dies wird immer wieder klar, wenn man auf das Konterfei des glücklosen Herrn Teyssen blickt.

Eine Koppelung der Höhe der Managementbezüge an den durchschnittlichen Aktienkurs einige Jahre wäre der Grundstein für innovatives Wachstum und ausreichender Druck die Energiewende positiv zu begleiten. Denn nur so wird der Aktienkurs mittel- bis langfristig wieder steigen. Anderenfalls wird EON eines Tages zu einem Übernahmekandidaten.

Atomstrom - nein Danke!

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