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14.05.2014

13:30 Uhr

Energieversorger

RWE will noch mehr Kraftwerke still legen

Weil viele Kraftwerke nur schlecht ausgelastet sind, will der Energieversorger noch mehr Anlagen still legen. Insgesamt soll es um ein Volumen von 7,4 Gigawatt gehen – das ist etwa ein Zehntel des deutschen Spitzenverbrauchs.

Der Energieversorger RWE will noch mehr Kraftwerke vom Netz nehmen als geplant. dpa

Der Energieversorger RWE will noch mehr Kraftwerke vom Netz nehmen als geplant.

EssenDer Versorger RWE legt wegen schlechter Auslastung und niedriger Börsenstrompreise noch mehr Kraftwerkskapazität still als bisher angekündigt. Vom Netz sollten nach jetziger Planung Anlagen mit einem Volumen von 7,4 Gigawatt, sagte RWE-Finanzvorstand Bernhard Günther am Mittwoch bei der Quartals-Pressekonferenz in Essen. Bisher waren knapp 6,6 Gigawatt geplant. Betroffen sind vor allem Gaskraftwerke. Außerdem habe RWE Verträge für Steinkohlekraftwerke mit externen Anbietern gekündigt. Zusätzlich über den Sommer stillgelegt wurde am 1. Mai das Gaskraftwerk in Lingen mit mehr als 800 Megawatt. 7,4 Gigawatt ist etwa ein Zehntel des bundesdeutschen Spitzenverbrauchs.

Beim niederländischen Steinkohlekraftwerk in Eemshaven mit insgesamt rund 1,6 Gigawatt verzögere sich die Fertigstellung wegen eines Kesselschadens um ein halbes Jahr, sagte Günther. Die Ursache werde untersucht. Das Kraftwerk mit zwei Blöcken sollte in zwei Stufen Mitte und Ende 2014 ans Netz gehen.

Wieviel Erneuerbare die Energieversorger haben

RWE

Laut einer Studie, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace Ende Februar 2014 veröffentlichte, hat von RWE in Europa produzierter Strom einen Anteil von Wasserkraft von 2 Prozent und einen Anteil von anderen Erneuerbaren Energien von weiteren zwei Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Strommenge, nicht auf die Kapazitäten.

Eon

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon produziert insgesamt drei Prozent seines in Europa hergestellten Stroms aus Erneuerbaren Energien inklusive Windkraft und steht damit im Vergleich schlechter da als Konkurrent RWE.

Vattenfall

Der schwedische Konkurrent Vattenfall produzierte insgesamt vier Prozent seines Stroms in Europa mithilfe regenerativer Energiequellen.

EnBW

EnBW steht im Vergleich der großen vier Energieversorger in Deutschland am schlechtesten da. Das Unternehmen gewinnt nur insgesamt zwei Prozent seines Stroms europaweit aus erneuerbaren Quellen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

14.05.2014, 18:39 Uhr

Alle Kraftwerke können doch sofort schließen. Wir haben Windenergie und benötigen sie nicht mehr. Im Notfall nehmen wir Atomstrom aus dem Ausland (Polen baut gerade). Die tödlichen Strahlen werden doch von unseren Grenzen ferngehalten, oder lügen unsere Politiker??

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