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03.11.2014

16:55 Uhr

Energiewende

Deutscher Windbranche fehlen Teststandorte

Die Windkraftbranche gerät in Bedrängnis: Ihr fehlen geeignete Standorte für Testanlagen im Meer. Prototypen von Windanlagen könnten daher nicht weiterentwickelt werden. Neue Testfelder sind derzeit aber nicht in Sicht.

Nach einer Faustformel sind Offshore-Windanlagen dreimal so teuer wie Windturbinen auf dem Festland. dpa

Nach einer Faustformel sind Offshore-Windanlagen dreimal so teuer wie Windturbinen auf dem Festland.

DüsseldorfDer deutschen Windbranche fehlen geeignete Standorte, an denen sie Prototypen für den Einsatz auf dem offenen Meer testen und zur Marktreife entwickeln kann. „Mindestens zehn Unternehmen suchen Standorte für Prototypen von Offshore-Windanlagen in Deutschland. Aber es gibt derzeit keinen neuen verfügbaren Standort", sagte Dirk Briese, Geschäftsführer des Bremer Marktforschers Windresearch, dem Handelsblatt (Dienstagausgabe).

Das bringt die noch junge deutsche Windkraftbranche in Bedrängnis. Sie steht massiv unter Druck, die Leistung ihrer Anlagen in den nächsten Jahren weiter zu steigern und die Kosten deutlich zu senken. Nur so können Meerwindparks in Zukunft mit anderen Energieformen wirtschaftlich konkurrieren. Nach einer Faustformel sind Offshore-Windanlagen dreimal so teuer wie Windturbinen auf dem Festland.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Der Mangel an Teststandorten betrifft alle Unternehmen, die beim Bau von Meerwindparks beteiligt sind. Das reicht von den Fundament- über die Turm- bis zu den Rotorblatt-Herstellern. Zu den Unternehmen, die Teststandorte vor und an der deutschen Küste entwickeln und suchen, gehören nach Angaben Brieses Konzerne wie der französische Hersteller Areva, der japanische Konzern Mitsubishi und die Stahlhersteller Vallourec Deutschland und Thyssen-Krupp Mannex.

Für die notwendigen Teststandorte sind behördliche Genehmigungen erforderlich. Die norddeutschen Landesregierungen setzen sich zwar grundsätzlich für den Ausbau der Offshore-Windenergie ein. Aber sie stellen derzeit keine neuen Teststandorte zur Verfügung. Auch die Nutzung bereits genehmigter Standorte scheitert oft aus rechtlichen Gründen.

Von

wt

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