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29.10.2013

17:32 Uhr

Energiewende

RWE-Chef Terium plant radikalen Strategieschwenk

VonJürgen Flauger

ExklusivBislang ist der Essener Energiekonzern RWE der größte CO2-Emmitent Europas. Unternehmenschef Peter Terium möchte das nun grundlegend ändern: Künftiges Wachstum soll nur noch über erneuerbare Energien erfolgen.

Peter Terium: Der RWE-Chef will den Konzern komplett umkrempeln. dpa

Peter Terium: Der RWE-Chef will den Konzern komplett umkrempeln.

DüsseldorfRWE-Chef Peter Terium verordnet dem Energiekonzern einen radikalen Strategieschwenk. Der Atom- und Kohlekonzern, der mit seinen Braun- und Steinkohlekraftwerken so viel klimaschädliches CO2 ausstößt wie kein zweites europäisches Unternehmen, soll komplett auf die Energiewende ausgerichtet werden.

„Wir wollen der glaubwürdige und leistungsstarke Partner für den Wandel des europäischen Energieversorgungssystems werden“, lautet die Mission. Das geht aus einem vertraulichen Papier mit dem Titel „RWE Corporate Story“ hervor, das dem Handelsblatt (Mittwochausgabe) vorliegt. „2018 wird sich RWE entscheidend an der Neuausrichtung der Energiewirtschaft in Europa beteiligt haben“, gibt Terium darin den Mitarbeitern als neues Ziel vor.

RWE-Chef Terium: „Unser Ergebnis wird dramatisch sinken“

RWE-Chef Terium

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RWE-Chef Terium sieht kein Licht am Ende des Horizonts für den Energieversorger und kündigt weitere Sparprogramme an. Auch einen Zusammenschluss mit einem anderen Unternehmen schließt er offenbar nicht mehr aus.

So soll RWE nur noch in erneuerbare Energien investieren – und nicht mehr in neue fossile Kraftwerke. Zugleich will der Konzernchef im Vertrieb und im Verteilnetz neue Geschäftsmodelle für dezentrale Energien entwickeln. 2020 soll die konventionelle Stromerzeugung laut dem Strategiepapier nur noch maximal ein Fünftel des Betriebsergebnisses ausmachen, 2012 war es mehr als die Hälfte.

Kommentare (29)

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Account gelöscht!

29.10.2013, 17:56 Uhr

Neben der Energiewende gibt es einen weiteren maßgeblichen Schwachpunkt bei RWE: die dummen, überwiegend SPD-geführten Beteiligungen seitens vieler Stadtwerke inkl. deren erhebl. Mitspracherecht. Solange SPD-geführte Städte wie Essen, die natürlich völlig überschuldet sind, dort mitreden, ist RWE aufgeschmissen. SPD kann traditionell Wirtschaft nicht - deren Kompetenz beschränkt sich aufs Verteilen - gerne an Nichtsnutze.

halodri

29.10.2013, 18:04 Uhr

Schlechte Nachrichten, aber der Aktienkurs steigt. Fazit: Kaufen!

Account gelöscht!

29.10.2013, 18:07 Uhr

Für wen ist es noch neu, daß SPD Wirtschaft nun mal nicht kann? NRW weiß seit Jahrzehnten ein Lied davon zu singen.

Schön, wenn die SPD geführten Ruhrpott-Städte nun bald ihren Bankrott erklären müssen - anstelle Millionen von RWE-Dividende zu kassieren. Dann sollte dann auch der letzte Ruhrpottkumpel merken, daß SPD zu nichts taugt. Und auch nicht für die Zukunft steht.

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