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30.09.2016

11:12 Uhr

Energy Awards

„Das Transportwesen revolutionieren“

VonJürgen Flauger, Franz Hubik, Klaus Stratmann

Die Energiebranche ist im Umbruch. Mit den „Energy Awards“ zeichnen Handelsblatt und GE engagierte Gestalter der Energiewende aus. Die Preisträger stehen für Mut, Innovation und Ideenreichtum.

Investor Dirk Ahlborn (Mitte) ist als „Energizier of the Year“ ausgezeichnet worden. Mit ihm freuen sich Moderatorin Carola Ferstl (l.) und Laudatorin Stephanie Schoss (r.). Marc-Steffen Unger für Handelsblatt

Energy Awards

Investor Dirk Ahlborn (Mitte) ist als „Energizier of the Year“ ausgezeichnet worden. Mit ihm freuen sich Moderatorin Carola Ferstl (l.) und Laudatorin Stephanie Schoss (r.).

BerlinDirk Ahlborn weiß, wie er Menschen motiviert. Hunderte Wissenschaftler, Ingenieure und Studenten hat er dafür begeistern können, mit ihm die Idee vom „Hyperloop“ Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei will Ahlborn Menschen und Frachtgut in einer Art Rohrpost mit bis zu 1.200 Stundenkilometer von A nach B befördern. Und das mit extrem geringem Energieeinsatz.

Die Idee hinter dem Transportsystem stammt von Tesla- und Space-X-Gründer Elon Musk. Ahlborn will diese Vision umsetzen und damit Geschichte schreiben. Dafür wurde der gebürtige Berliner am Donnerstagabend als „Energizier of the Year“ prämiert

Der Auftritt von Ahlborn war einer der Höhepunkte bei der diesjährigen Verleihung der „Energy Awards“. Es war bereits das vierte Mal, dass die „Energy Academy“, ein von Handelsblatt und GE initiierter Think Tank, engagierte Gestalter der Energiewende und ihre innovativen Lösungen auszeichnete.

Dirk Ahlborn überzeugte die 300 Gäste der glanzvollen Veranstaltung im Berliner Museum für Kommunikation von seinem Projekt. „Technisch ist das alles überhaupt kein Problem“, ließ er sie wissen. Bereits ab 2019 sollen bis zu 28 Passagiere in Kapseln Platz nehmen, die auf einem Luftpolster durch Röhren geschossen werden.

Der „Hyperloop“ punktet dabei nicht nur mit Geschwindigkeit, sondern auch mit einer positiven Energiebilanz. Dank Solarmodulen, die an den Oberrohren montiert werden und Windrädern, die als Pfeiler für die Rohre dienen, wird mehr Energie hergestellt als verbraucht. Ahlborns Projekt sei „faszinierend, inspirierend, ein bisschen crazy und am Ende auch ganz logisch“, urteilte Laudatorin Stephanie Schoss von der Universität St. Gallen.

Wichtig sei Ahlborn zu zeigen, „dass man Sachen anders machen kann“, erklärte Ahlborn den Gästen der Preisverleihung. Ziel sei es, „das Transportwesen zu revolutionieren“.

Ahlborn steht damit für Mut, Kreativität, Ideenreichtum und Engagement – so wie auch die anderen Preisträger der „Energy Awards“. Die 220 Mitglieder starke „Energy Academy“ hatte in diesem Jahr die Wahl zwischen knapp 200 Bewerbungen – fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. Alle eingereichten Projekte wurden in Hinblick auf Innovationsgrad, Anwendbarkeit, belastbare Erfolge sowie Kompatibilität bewertet.

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