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17.11.2013

11:12 Uhr

Energy Awards

„Dieser Award sollte an Deutschland gehen“

VonDana Heide

Es ist ein enormes Unterfangen, das Deutschland umsetzt: Die komplette Umstellung seiner Energieinfrastruktur. Damit das gelingt, bedarf es Ideen. Die besten wurden am Donnerstag mit dem Energy Award ausgezeichnet.

Erstmals verlieh das Handelsblatt in Berlin die Energy Awards.

Erstmals verlieh das Handelsblatt in Berlin die Energy Awards.

BerlinGas aus Windstrom, ein Haus, das Strom produziert, statt ihn zu verbrauchen und ein Aktivist, der nicht müde wird, für die Energiewende zu kämpfen: Dort, wo ehemals Gleichstrom zu Wechselstrom gewandelt wurde, im Berliner Umspannwerk Kreuzberg, trafen sich am Donnerstagabend die Größen der deutschen und internationalen Energiewirtschaft. Ihr Ziel: Die Verdienste der innovativsten Ideen rund um den Wechsel in der Stromversorgung zu ehren.

Es hätte keinen besseren Ort für die Verleihung der ersten  Energy Awards, die vom Handelsblatt und dem US-Industriekonzern General Electric initiiert wurden, geben können. Ein Umspannwerk ist nicht mehr genug, um Energie fit für den Verbraucher zu machen. Inzwischen reicht es nicht mehr, Strom einfach nur zu produzieren, umzuwandeln und zu den Steckdosen der Republik zu schicken. Es bedarf mehr. Es bedarf der Organisation und des Aufbaus neuer Anlagen zur Stromproduktion.

200 geladene Gäste konnten am Donnerstagabend mit eigenen Augen sehen, welche Ideen Deutschland verändern. In fünf Kategorien wurden die Vordenker des Wandels von der Energy Academy, dem unternehmerischen Think-Tank, der vom Handelsblatt in Partnerschaft mit weiteren Unternehmen gestartet wurde, darunter General Electric, Deutsche Post DHL, McDonalds sowie die Beratungsfirma Bearing Point, geehrt.

„Überall auf der Welt sehen die Leute zu: Schafft Deutschland den Wechsel, wird dieses Land in Zukunft Vorbild für jedes andere Land?“, sagte US-Autor Jeremy Rifkin. Handelsblatt-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs ehrte den unermüdlichen Kämpfer für die Energiewende mit dem Sonderpreis als „Energizer des Jahres“. Rifkin lobte die Vorreiterrolle von Deutschland: „Dieser Award sollte nicht an mich, sondern an Deutschland gehen“. 

Überall im Land tüfteln Erfinder und Entwickler an neuen Lösungen für die Herausforderungen, die mit dem Wechsel zu erneuerbaren Energien verbunden sind. Wie schafft man es etwa, Ressourcen bei der täglichen Fahrt zur Arbeit zu schonen? Benjamin Kirschner, Gründer von Flinc, hat die Lösung: Eine App, deren Nutzer spontan Fahrgemeinschaften bilden können - auch für kurze Strecken. Auf diese Weise spart man nicht nur Geld, sondern auch Sprit. Die innovative Idee des Hessen wurde mit dem Energy Award für das beste Fortbewegungsmittel geehrt.

Kommentare (8)

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vandale

15.11.2013, 11:36 Uhr

"Erneuerbare Energien" erwärmen ökologische Herzen. Aus technischer und ökonomischer Sicht sind diese sehr suboptimal und kosten Geld, Wohlstand und Menschenleben.

Wenn man die Frage stellen würde welches Unternehmen am meisten Gutes für die Energieversorgung der Menschen getan hat, sähe die Reihenfolge anders aus.

Platz 1 könnte an Hess gehen, dass einen massgeblichen Anteil an der Industrialisierung neuer Frackingtechnologien hat.

Platz 2 könnte an Atomstroyexport/Gidropress gehen. Die Russen bauen ohne grosses Aufsehen und relativ preiswert jährlich 2 neue Kernkraftwerke. 2 Blöcke gehen aktuell in Indien in Betrieb, neue Aufträge gibt es aus der Türkei, Belorus, vorraussichtlich Jordanien und Finnland. Man entwickelt auch neue Technologien wie bleigekühlte Reaktoren und schwimmende Reaktoren.

Platz 3: Ex Präsident Bush der die irakischen Erdölvorkommen, allerdings mit 2 teuren Kriegen, westlichen Oelgesellschaften geöffnet hat. Die Förderung aus dem Irak kann in ein paar Jahren derjenigen Saudi Arabiens nahekommen.

Vandale

HofmannM

15.11.2013, 11:42 Uhr

Das ist keine Auszeichnung für die Vernunft und den Verstand Strom/Energie zu erzeugen, sondern ein Schlag in das Gesicht jeden deutschen Techniker,Ingenieuer,Kaufmann!!! Die Energiewende ist gegen die Physik, gegen die Writschaftlichkeit und gegen die soziale Solidarität der deutschen Gesellschaft gerichtet! Diese Auszeichnung ist eine Auszeichung für die Dummheit der deutschen Energiepolitik!

Account gelöscht!

15.11.2013, 11:46 Uhr

Ein bisschen früh für Awards, finde ich. Noch vernichten die Erneuerbare Energien Geld und Werte bzw. benötigen gigantische Subventionen, die man auch für andere Dinge ausgeben könnte (Bildung, Gesundheitswesen, Entwicklungshilfe).

Für fast alle deutschen Journalisten und Lehrer usw. steht der Sieg der Erneuerbaren Energien und des Enrgiesparens schon fest, obwohl es 1:3 für den Gegner steht.





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