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22.09.2014

08:17 Uhr

Energy Awards

Vordenker für die neue Energiewelt

Die Energy Academy bringt Manager, Experten und Politiker zusammen, um Chancen in der Energiewende zu diskutieren. Schon zum zweiten Mal werden besonders innovative Ideen mit den Energy Awards ausgezeichnet.

Energy Awards: In fünf Kategorien werden spannende Projekte mit Preisen augezeichnet.

Energy Awards: In fünf Kategorien werden spannende Projekte mit Preisen augezeichnet.

Es war ein kleiner, ausgewählter Kreis, der Ende April in der Bibliothek des Berliner Hotels Adlon zusammenkam. Rund 30 Energiemanager und -experten folgten aufmerksam den Ausführungen von EU-Energiekommissar Günther Oettinger.

Und Oettinger redete, wie immer, Klartext. Nein, die von der Bundesregierung damals geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) greife zu kurz. Die Förderung von Photovoltaikanlagen und Windrädern müsse viel stärker beschnitten werden. Er sorge sich um den Strompreis in Deutschland. Der sei von der Politik geradezu "mit Abgaben überfrachtet" worden. Daran ändere auch die Reform des EEG nichts.

Der EU-Kommissar war auf Einladung der Energy Academy ins Adlon gekommen - und alle Teilnehmer waren Mitglieder der Academy. Die Energy Academy ist ein Thinktank, der im vergangenen Jahr vom Handelsblatt und General Electric (GE) initiiert wurde - und sich inzwischen gut etabliert hat. Er hat sich zum Ziel gesetzt, im Sinne der Energiewende unternehmerische und umweltgerechte Ideen zu fördern.

Energy Awards: Die Preise einer Schlüsselbranche

Energy Awards

Die Preise einer Schlüsselbranche

Ausgezeichnet werden Menschen und Ideen, die die Energiewende zu einem Erfolg machen.

Die Energy Academy führt Experten aus unterschiedlichen Bereichen und Branchen zusammen, damit diese sich über die zentralen Fragen und Herausforderungen der Energiewende austauschen und ihr eigenes Know-how erweitern - wie eben bei der exklusiven Veranstaltung mit Günther Oettinger in Berlin.

Wie wichtig die Arbeit ist, zeigte sich nicht zuletzt Anfang des Jahres, als die Academy in einer repräsentativen Umfrage die Akzeptanz der Energiewende in Deutschland erfragte. Das Ergebnis war ernüchternd: Nur gut 18 Prozent der Befragten fanden, dass "die Energiewende bislang gut umgesetzt" wurde. 82 Prozent sind mit der Art und Weise des Umstiegs auf erneuerbare Energien dagegen nicht zufrieden. Und genau wie Oettinger sorgen sich die Bürger um die Strompreise: Fast 75 Prozent der Befragten sagten, es sei nicht in Ordnung, dass sich die Stromrechnung durch die Förderung der erneuerbaren Energien zuletzt erhöhte.

In die Energy Academy wurden schon mehr als 150 Mitglieder berufen. Das Spektrum soll dabei die ganzen Facetten der Energiewende abdecken: Architekten, Bauingenieure, Journalisten und Professoren sind genauso darunter wie Energie-Einkäufer, Energie-Händler, Gebäudetechnik-Experten, Kraftwerk- und Heizkesselspezialisten, Manager oder Politiker.

Den Vorsitz des Vorstands der Energy Academy teilen sich der Chef von GE Energy Germany, Stephan Reimelt, und Handelsblatt-Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs. An ihrer Seite sitzen Unternehmer- und Managerpersönlichkeiten: Georg Kofler, der Gründer und Inhaber von Kofler Energies, Stephanie Schoss, Verwaltungsratsmitglied von Susi Partners, Matthias Wendel, Deutschlandchef des dänischen Versorgers Dong Energy, Matthias Willenbacher, Gründer des Windkraftbetreibers Juwi, Sven Becker, Geschäftsführer des Stadtwerke-Netzwerks Trianel, Professor Georg Erdmann vom Berliner Institut für Energietechnik, Bearingpoint-Partner Jens Raschke, Olaf Heil, Leiter Neue Technologien bei RWE Innogy, Frank Schmidt, Leiter des Geschäftsfelds Energie der Deutschen Telekom, Gonzague Dejouany, Geschäftsführer von EDF Deutschland, sowie Alois Flatz, Partner bei Zouk Capital.

Einmal im Jahr vergibt die Energy Academy die Energy Awards. Sie prämieren in fünf Kategorien Ideen und Menschen, die die Energiewende zu einem Erfolg machen - und küren mit dem Energizer des Jahres eine besondere Persönlichkeit. In diesem Jahr wird der Solarflugzeug-Pionier Bertrand Piccard die Auszeichnung erhalten. Seit 15 Jahren plant er einen Flug um die Welt. 2015 wird er den Traum realisieren.

Kommentare (3)

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22.09.2014, 09:26 Uhr

Die sog. Erneuerbare Energiebranche ist eine Abzockerbranche an der freien Marktgesellschaft. Also an uns Verbrauchern und Bürger!
Nur auf Grund eines ökosozialistischen EEG-Zwangs-Abgabensystem wird diese Mafiabranche der EE-Abzocker am leben gehalten. Mit freier Marktwirtschaft und Wettbewerb hat dies Energienwende auf Basis eines Zwangs-Stromverteuerungsgesetz EEG NICHTS mehr zu tun!

Herr Klaus Ermecke

22.09.2014, 10:14 Uhr

Was kann man von einer "academy" erwarten, wenn das Denken auf ein ideologisches Fundament gesetzt wird? Die Antwort lautet: NICHTS!

Deutschlands Energiepolitik basiert auf einem ganzen Bündel unsinniger Annahmen, Irrtümer und plumpen Lügen. Davon sagt die "academy" bisher nichts - man will das nicht hören und noch weniger will man es aussprechen. Andere tun das aber. Wer die rigoroseste Abrechnung mit der "Energiewende" um ihren hohlen Fundamenten kennenlernen will, mag die "Energiewende im Konzeptnebel" lesen.

Herr Wolfgang Trantow

23.09.2014, 12:51 Uhr

Chance nur für die Abzocke? Warum weigsert man sich die Energiepreise um 1000 % zu senken? Man hat dann immer noch Miliardengewinne!!!!!

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