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27.11.2013

22:54 Uhr

Entschädigung

Repsol geht auf Deal mit Argentinien ein

Spanien und Argentinien haben ihre Einigung im Streit um die Enteignung der größten Erdölfirma des südamerikanischen Landes besiegelt. In Kürze sollen die Gespräche mit der Regierung in Buenos Aires aufgenommen werden.

Einigung im Streit: Repsol akzeptiert grundsätzlich den Entschädigungsdeal mit Argentinien. Reuters

Einigung im Streit: Repsol akzeptiert grundsätzlich den Entschädigungsdeal mit Argentinien.

MadridEineinhalb Jahre nach der Teilverstaatlichung seiner argentinischen Tochterfirma YPF hat der spanische Erdölkonzern Repsol die Bedingungen für eine Entschädigung prinzipiell akzeptiert. Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung mit der argentinischen Regierung sei am Mittwoch vom Repsol-Aufsichtsrat gebilligt worden, teilte das Unternehmen in Madrid mit. Informierten Kreisen zufolge geht es dabei um einen Ausgleich in Höhe von 3,7 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte Repsol mehr als doppelt so viel gefordert.

Als Stolperstein für eine endgültige Einigung könnte sich indes erweisen, dass dem argentinischen Staat nach dem Finanzcrash im Jahr 2001 erneut Zahlungsschwierigkeiten drohen. Deshalb könnte möglicherweise ein Abschlag auf die vereinbarte Entschädigung fällig werden. Dennoch kletterte der Repsol-Aktienkurs nach der Bekanntgabe am Mittwoch bis zum Börsenschluss in Madrid um 0,26 Prozent auf 19,29 Euro. Dahinter dürfte die Hoffnung stecken, dass dem Energieriesen ein langwieriges juristisches Verfahren zur Sicherung seiner Ansprüche erspart bleibt.

Im Mai 2012 hatte Argentiniens Präsidentin Cristina Kirchner ein Gesetz unterzeichnet, mit dem die Enteignung von 51 Prozent der YPF-Anteile verfügt wurde. Bis dahin war Repsol der größte Anteilseigner bei YPF. Kirchner begründete die Maßnahme unter anderem mit scharfen Preissteigerungen bei den Ölimporten und zu geringen Investitionen von YPF. Repsol und ein weiterer früherer YPF-Anteilseigner, die US-Firma Texas Yale Capital, reichten daraufhin Klage vor einem Gericht in New York ein.

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Nach Regierungsangaben hinterließ Repsol seinerzeit neun Milliarden Dollar Schulden (6,6 Millionen Euro), nachdem es in gut einem Jahrzehnt 15,7 Milliarden Dollar aus der Firma gezogen und ins Ausland gebracht hatte, ohne das Geld zu reinvestieren. Bis zur Privatisierung im Jahr 1992 unter Präsident Carlos Menem war YPF Argentiniens staatliche Erdölgesellschaft.

Von

afp

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