Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.12.2014

14:14 Uhr

Eon-Aufspaltung

„Die Aktie ist natürlich volatiler“

VonDana Heide

Eon spaltet sich auf in Eon und die Neue Gesellschaft, in der konventionelle Energieträger gebündelt werden. Eon-Chef Teyssen wehrt sich gegen den Verdacht, dass das abgespaltete Unternehmen zur „Bad Bank“ wird.

Eon-Aufspaltung: Die Notlösung kurz vor dem Matt!

Video: Eon-Aufspaltung: Die Notlösung kurz vor dem Matt!

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Es ist ein Paukenschlag, mit dem Eon die Woche beginnt - fast noch erstaunlicher als die Aufspaltung des Konzerns ist die Tatsache, dass nichts davon zuvor durchgesickert ist. Dabei ist die Aufspaltung des Konzerns eine „Zäsur“ wie es Eon-Personalvorstand Mike Winkel treffend nennt. Eon - das ist in Zukunft nur noch Erneuerbare Energien, Netze, das Geschäft in der Türkei und die einzelnen Landesgesellschaften. Der komplette Bereich der konventionellen Energie, Atomkraft, Kohle und Gas, wird in eine neue Gesellschaft mit dem Namen Neue Gesellschaft ausgegliedert.

Die Mehrheit dieses neuen Unternehmens soll an die Börse. Doch wer kauft schon so etwas? Die Gewinne aus dem Bereich der konventionellen Energieversorgung sind durch den arg gefallenen Börsenstrompreis zusammengeschmolzen.

Eon-Aufspaltung: Teyssen hat zu spät geschaltet

Eon-Aufspaltung

Teyssen hat zu spät geschaltet

Der Energieversorger Eon und seine Führung haben die Zeichen der Zeit zu spät erkannt. Die früheren Ertragsstars des Konzerns auszugliedern, kommt einem Schuldeingeständnis gleich. Ein Kommentar.

Immerhin: Die Neue Gesellschaft soll keine Finanzverbindlichkeiten aufgedrückt bekommen, die bleiben alle bei der Eon SE, versprach Konzernchef Johannes Teyssen und wehrte sich gegen den Verdacht, dass das neue Unternehmen als „Bad Bank“ des Energieversorgers dienen könnte. „So stellt man nicht ein Unternehmen auf, an dessen Erfolg man nicht glaubt“, erklärte er bei der spontan anberaumten Pressekonferenz des Unternehmens in Düsseldorf.

Mehrfach betont Teyssen, dass die Konzernspitze an beide künftigen Unternehmen glaube, dass keine Stellen abgebaut werden sollen, im Gegenteil, langfristig könnten sogar neue Arbeitsplätze hinzu kommen. Eon behält 40.000 der Mitarbeiter, die Neue Gesellschaft soll 20.000 bekommen.

„Es ist noch nicht in die Bücher geschrieben, wer von den Unternehmen künftig das erfolgreichere ist“, betonte Teyssen. „Es hat viele Spin-Offs gegeben, wo man festgestellt hat, der abgespaltene Teil ist der erfolgreichere“. Ob auch potenzielle Investoren von der Dauerhaftigkeit und Rentabilität der Neuen Gesellschaft überzeugt sind, wird sich erst 2016 zeigen. Dann soll die Mehrheit, also mindestens 51 Prozent des abgespaltenen Unternehmens, an die Börse gebracht werden, ein Teil bleibt jedoch auch bei der Eon SE – laut Konzernleitung auch ein Hinweis darauf, dass man an den Erfolg des neuen Unternehmens glaubt.

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Hans Maiser

01.12.2014, 14:23 Uhr

Diese neue Gesellschaft ist nichts anderes als eine „Bad Bank“
Oder was glauben die Leute was passieren wird, wenn man einen Haufen Kraftwerke die nur Verluste schreiben in einer Gesellschaft bündelt? Das Startkapital ist irgendwann aufgebraucht und dann kommt das Geld eben vom Staat oder die Gesellschaft geht pleite. Mal sehen was sich unsere Politiker einfallen lassen wenn ca. 20% der deutschen Kraftwerkskapazität plötzlich ausfällt, weil keine Kohle und kein Gas mehr geliefert wird.

Herr walter danielis

01.12.2014, 14:25 Uhr

Eon schmeißt das Ding Frau Merkel und Ihren grünen Aposteln vor die Füße. Strom gibts aus der Steckdose auch ohne Wind und Sonne. Oder doch nicht ?

Account gelöscht!

01.12.2014, 15:52 Uhr

E.ON und die gesamte deutsche Volkswirtschaft schafft sich unter dieser grünsozialistsichen Energiewende per EEG-Diktatur komplett ab. Nicht der Kraftwerkmixpark aus Kohle, Gas und Uran ist der "Böse", sondern die sog. Energiewende auf Basis dieses perfiden und asozialen EEG-Subentions-Abgabenzwangsgesetz!
Wohlstand und vor allen sozialer Wohlstand ist NUR mit einer freien offenen Marktwirtschaft und mit den Energieträger KOHLE, GAS, OEL und vorallen URAN zu haben!
Die Energiewende (Erneuerbaren Energien) sind und bleiben die Abzocker und die Vernichter (Lug und Trug) in unserer noch wohlhabenden Marktgesellschaft!
Energiewende/EEG/Energieeinsparparolen = erst kommt die grünsozialistische Lüge im schwarzen Mantel daher, dann kommt der Betrug/Selbstbetrug der Medien, Wirtschaft, Politiker, unwissende Bürger, danach folgt der Mangel durch Kapital und Wirtschaftsstandortvernichtung und zum Schluss finden wir uns in einer sozialistischen grünen DDR Armutsgesellschaft wieder.
Energiewende/Erneuerbare Energien/CO2 Lügenmärchen/Energieeinsparungsparolen = Deutschland schafft sich ab!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×