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23.06.2015

18:01 Uhr

Eon plant Verkauf

Öl- und Gasfelder sollen Milliarden bringen

Eon will sein Geschäft in der Nordsee einer „strategischen Prüfung“ unterziehen. Nun soll der schwächelnde Energiekonzern Öl- und Gasfelder zum Verkauf gestellt haben. Zwei Milliarden Dollar sollen dabei herausspringen.

Der offizielle Startschuss für den Verkaufsprozess der Öl- und Gasfelder soll in den kommenden Wochen erfolgen. dpa

Gaskraftwerk Irsching

Der offizielle Startschuss für den Verkaufsprozess der Öl- und Gasfelder soll in den kommenden Wochen erfolgen.

LondonDer Energieriese Eon will sich im Zuge seines Konzernumbaus Insidern zufolge von Öl- und Gasfeldern in der Nordsee und in Algerien trennen. Die Düsseldorfer erhoffen sich demnach einen Ertrag von rund zwei Milliarden Dollar. Der offizielle Startschuss für den Verkaufsprozess werde in den kommenden Wochen fallen.

Eon gewähre aber bereits mehreren potenziellen Käufern Einblick in Unterlagen über sein Förderungsgeschäft im Ausland, sagten mehrere Banker und Branchenvertreter. Ein Eon-Sprecher sagte lediglich, das Geschäft mit Erschließung und Förderung (E&P) in der Nordsee werde einer noch laufenden strategischen Prüfung unterzogen. Mehrere Optionen seien möglich, darunter auch ein Verkauf.

Eon soll 2016 in einen Konzern mit Ökostrom und einen mit Atom- und Kohlekraftwerken aufgeteilt werden. Dem deutschen Branchenprimus machen wie seinen Konkurrenten die gefallenen Strom-Großhandelpreise zu schaffen.

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Mit einem Verkauf insbesondere von Nordsee-Anlagen, wie sie Eon in britischen und norwegischen Gewässern betreibt, würden die Deutschen einem gewissen Trend folgen. Angesichts der gefallenen Ölpreise kommen immer mehr solche Felder auf den Markt. Nur wenige Transaktionen wurden allerdings bislang unter Dach und Fach gebracht. Die Auffassung über den Wert der Anlagen geht bei Anbietern und Interessenten offenbar deutlich auseinander.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich zum Teil bei der Atomenergie. Eon teilte am Dienstag mit, wegen der geringen Profitabilität zwei von drei Reaktoren im schwedischen AKW Oskarshamn abschalten zu wollen. Im April hatte der staatliche schwedische Energieversorger Vattenfall das Aus für zwei Reaktoren im Kernkraftwerk Ringhals aus dem selben Grund angekündigt.

Von

rtr

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