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12.08.2015

09:53 Uhr

Eon-Überschuss sinkt

Das alte Geschäft lässt die Gewinne schrumpfen

Zum Jahreswechsel spaltet sich Eon auf. Die Stromproduktion und der Großhandel werden in die neue Gesellschaft Uniper ausgegliedert. Doch noch reißen die Bereiche Löcher in die Quartalsbilanz des Energiekonzerns.

Der Energiekonzern macht 13 Prozent weniger Gewinn. Reuters

Eon-Gebäude in Essen

Der Energiekonzern macht 13 Prozent weniger Gewinn.

DüsseldorfDer größte deutsche Energiekonzern Eon bleibt im Tagesgeschäft auf Talfahrt. Im ersten Halbjahr sackte der operative Gewinn um 13 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro ab, wie das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit 4,275 Milliarden Euro gerechnet. Dabei machten dem Konzern weiter die wegbrechenden Gewinne der klassischen Stromerzeugung zu schaffen.

Das Ergebnis in der Stromerzeugung schrumpfte um fast 30 Prozent, im Russlandgeschäft waren die Einbußen sogar noch höher. Im Zukunftsgeschäft Ökostrom ging der Gewinn auch wegen des Verkaufs von Aktivitäten in Spanien zurück.

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Bernhard Reutersberg sucht für Eon nach neuen Geschäften. Im Interview erklärt der Vorstand, wie der Konzern neue Wettbewerber abwehren will und weshalb auch die neue Gesellschaft Uniper eine glänzende Zukunft hat.

Dass unter dem Strich der Überschuss dennoch um 40 Prozent zulegte, verdankte Eon geringeren Zins- und Steuerlasten sowie Bewertungseffekten. An der Prognose für dieses Jahr hielt der Konzern fest. Vorstandschef Johannes Teyssen strebt ein operative Ergebnis von 7,0 bis 7,6 Milliarden Euro nach zuvor 8,3 Milliarden Euro an.

„Unsere Ergebniszahlen zum Halbjahr liegen im Rahmen der Erwartungen und spiegeln die weiter schwierige Situation der konventionellen Kraftwerke wider“, schrieb Teyssen an die Aktionäre.

Eon hat 2015 zum Übergangsjahr erklärt. Das Unternehmen arbeitet derzeit mit Hochdruck an seiner eigenen radikalen Aufspaltung, die zum Jahreswechsel organisatorisch vollzogen sein soll. Dann wird sich Teyssen mit der Eon SE ausschließlich auf das Geschäft mit der Energiewende konzentrieren, den Vertrieb, die Netze und die erneuerbare Energien.

Die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Den zehnten Platz belegt ein Energieversorger aus Südkorea: Korea Electric Power kam im April 2016 auf einen Marktwert von 33,1 Milliarden US-Dollar.

Quellen: Bloomberg; Factset; Forbes

Platz 9

Den neunten Platz belegt GDF Suez. Das französische Unternehmen hatte im April 2016 einen Marktwert von 39 Milliarden US-Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 49,5 Milliarden Dollar gewesen.

Platz 8

hiAuf dem achten Platz befindet sich chinesische Energieversorger China Yangtze Power. Im April 2016 war der Konzern 41,8 Milliarden US-Dollar wert.

Platz 7

Dominion Resources auf dem siebten Platz der weltgrößten Energieversorger stammt aus den USA und hat einen Markt von 43,2 Milliarden US-Dollar.

Platz 6

Den sechsten Platz belegt ein Versorger aus Spanien: Iberdrola hat einen Marktwert von 44,1 Milliarden US-Dollar.

Platz 5

Der fünftgrößte Energieversorger stammt aus Spanien. Enel kam im April 2016 auf einen Marktwert von 44,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 4

Auf dem vierten Platz befindet sich ein Unternehmen aus den USA: Southern Co. Der Versorger hatte im April 2016 einen Marktwert von 45,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 3

Der drittgrößte Energieversorger der Welt kommt aus dem Vereinigten Königreich. National Grid hatte im April 2016 einen Marktwert von 51,4 Milliarden US-Dollar.

Platz 2

Auf dem zweiten Platz befindet sich ein amerikanisches Unternehmen: Nextra Energy. Der Wert des Energieversorgers beträgt 52,8 Milliarden US-Dollar.

Platz 1

Das US-amerikanische Unternehmen Duke Energy ist nach Marktwert wie schon 2015 der weltweit größte Energieversorger. Im April 2016 betrug sein Wert 53,1 Milliarden US-Dollar. 2,3 Milliarden Dollar weniger als im Vorjahr.

Das langjährige Stammgeschäft, die Stromproduktion, wird zusammen mit dem Großhandel und der Gasproduktion in die neue Gesellschaft Uniper ausgegliedert, das von Klaus Schäfer geleitet wird. Die radikale Aufspaltung, mit der Teyssen die Öffentlichkeit im vergangenen Dezember überraschte, läuft auf vollen Touren. Nachdem Ende April die Vorstände beider Unternehmen benannt worden waren, stehen inzwischen auch die Bereichsleiter weitgehend fest.

Kommentare (2)

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aza azaziel

12.08.2015, 09:00 Uhr

Eon war vor der Aufspaltung ein grosser Kramladen ohne Konzept. Ein bisschen Oel, Wasser, Stromerzeugung, Uebertragung und, und, und. In allen Kontinenten und in vielen Laendern. Und nach der Aufspaltung? Genauso!

Eon braucht eine Fuehrung, die die beste Stromgesellechaft von Deutschland oder Europa werden will. Die Kernkompetenzen sollten Erzeugung, Speicherung, Uebertragung und Handel von Elektrizitaet sein. Dabei koennten sich intelligente Uebertragungssyesteme in Verbindung mit Handel zum bahnbrechenden Vorteil desjenigen Unternehmens entwickeln, welches den Willen dazu hat. Aber dazu bedarf es einer Vision!

Account gelöscht!

12.08.2015, 12:58 Uhr

Energiewende/EEG = erst kommt die Lüge, dann der Betrug/Selbstbetrug danach der Mangel und zum Schluss die Insolvenz bzw. Bedeutungslosigkeit.

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