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22.05.2014

12:02 Uhr

Erdgas-Geschäft

Rosneft mischt in Asien mit

Der russische Konzern Rosneft möchte schon bald im Erdgas-Geschäft in Asien dabei sein. Das Unternehmen dringt auf ein Ende des Export-Monopols von Gazprom. Rosneft ist Russlands größter Ölproduzent.

Das Logo von Rosneft: Das Monopol Gazproms im Exportgeschäft mit Erdgas ist dem Konzern schon lange ein Dorn im Auge. AFP

Das Logo von Rosneft: Das Monopol Gazproms im Exportgeschäft mit Erdgas ist dem Konzern schon lange ein Dorn im Auge.

BlagoweschenskNach dem umfangreichen Erdgas-Lieferabkommen des russischen Staatskonzerns Gazprom mit China schielt auch der Rivale Rosneft auf das lukrative Geschäft mit Asien. Das Unternehmen dringt auf ein Ende des Export-Monopols von Gazprom. Mit einer solchen Liberalisierung könnten Russlands Gas-Exporte weit größere Dimensionen annehmen, argumentiert Rosneft in einer Präsentation seiner Expansionspläne für Südostasien.

Das in dieser Woche abgeschlossene Abkommen Russlands mit China im Volumen von 400 Milliarden Dollar sieht ab 2018 Erdgaslieferungen im Volumen von jährlich 38 Milliarden Kubikmetern vor. Falls auch andere russische Firmen im Exportgeschäft mit Asien zum Zuge kommen, ist nach Einschätzung von Rosneft bis 2025 ein Exportvolumen von mehr als 60 Milliarden Kubikmetern pro Jahr möglich. Angesichts des Streits mit dem Westen in der Ukraine-Krise fürchtet Russland um seine Gasgeschäfte mit Europa und versucht verstärkt neue Einnahmequellen in Asien zu erschließen.

Das sind die größten Energieversorger der Welt

Platz 10

Die Rangliste der größten Energieunternehmen der Welt eröffnet Kansai Electric Power. Der japanische Versorger kam 2011 auf einen Umsatz von 33,3 Milliarden Dollar.

Platz 9

Mit 39,3 Milliarden Dollar Umsatz liegt der südkoreanische Versorger Korea Electric Power (Kepco) auf dem neunten Rang.

Platz 8

Iberdrola landet auf dem achten Platz. Der spanische Versorger erwirtschaftete 2011 Erlöse in Höhe von 41 Milliarden Dollar.

Platz 7

Der britische Versorger SSE (Scottish and Southern Energy) landet auf Rang sieben der Rangliste. Umsatz 2011: 45,4 Milliarden Dollar.

Platz 6

Der erste deutsche Energiekonzern findet sich auf Platz sechs wieder. RWE erwirtschaftete im Jahr 2011 Erlöse von 63,7 Milliarden Dollar.

Platz 5

64,6 Milliarden Dollar erwirtschaftete Tokyo Electric Power im Jahr 2011. Besser bekannt ist das Unternehmen unter der Abkürzung Tepco. Nach der Katastrophe am Atomkraftwerk von Fukushima ist Tepco inzwischen mehrheitlich im Besitz des japanischen Staates.

Platz 4

Électricité de France (EDF) schrammt knapp am Treppchen vorbei. Die Franzosen kommen mit einem Umsatz 2011 von 84,6 Milliarden Dollar auf Platz vier.

Platz 3

Der größte italienische Energiekonzern ist weltweit die Nummer drei. Enel machte 2011 einen Umsatz von 103,2 Milliarden Dollar.

Platz 2

Der französische Versorger GDF Suez findet sich auf Rang zwei der Rangliste. Im Jahr 2011 erwirtschaftete GDF Suez Erlöse in Höhe von 117,5 Milliarden Dollar.

Platz 1

Der deutsche Branchenprimus ist auch weltweit die Nummer eins. Eon kam im Jahr 2011 auf einen Umsatz von 157,3 Milliarden Dollar - das reicht für die Spitzenposition.

Rosneft ist Russlands größter Ölproduzent. Das Monopol Gazproms im Exportgeschäft mit Erdgas ist dem Konzern schon lange ein Dorn im Auge. Im vorigen Jahr sicherte sich das Unternehmen zumindest einen Teil vom Kuchen und darf bei dem über den Seeweg abgewickelten Ausfuhrgeschäft mit Flüssiggas mitmischen.

Von

rtr

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