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21.03.2013

06:48 Uhr

Erneuerbare Energien

Energiewende im dunklen Deutschland

VonDana Heide

Hinter uns liegt der sonnenärmste Winter seit 60 Jahren. Die Dunkelheit drückte nicht nur aufs Gemüt sondern auch auf die Solarstromproduktion. Stehen wir bald ohne Strom da, wenn die Sonne ausbleibt?

Langes Warten auf Sonne. dpa

Langes Warten auf Sonne.

Düsseldorf Als am Montag zumindest in einigen Teilen des Landes endlich mal wieder die Sonne schien, stand den Menschen die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Kein Wunder, denn dieser Winter war laut Experten der sonnenärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung vor rund 60 Jahren. Auch wenn es in weiten Teilen des Landes nicht so aussieht: Seit gestern ist in Deutschland - zumindest dem Kalender nach - Frühling, das Schlimmste könnte also hinter uns liegen.

Die monatelange Dunkelheit drückte aber nicht nur aufs Gemüt. Sie drosselte auch die Solarstromproduktion und damit einen Kernpfeiler der Energiewende. Da half auch der große Zubau an Solarstromanlagen nichts - die Produktion schrumpfte im Januar unter Vorjahresniveau.

Man muss schon genau hinschauen, um den kleinen Balken zu sehen, mit dem das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE die Solarstromproduktion für den Januar illustriert. Gerade einmal 0,35 Terawattstunden wurden produziert im ersten Monat dieses Jahres. Da nützten auch die zugebauten Erzeugungskapazitäten von 8,2 Gigawatt nichts. Zum Vergleich: Im Januar 2012 waren immerhin 0,5 Terawattstunden Strom von Solaranlagen produziert worden. Auch der Dezember 2012 hinkte mit 0,44 Terawattstunden hinterher und war der schlechteste Solarmonat 2012.

Stehen wir bald ohne Strom da, wenn es in Deutschland dunkel wird? Bis 2050 sollen Erneuerbare Energien 100 Prozent der Energieversorgung ausmachen, vor allem bei der Photovoltaik wird kräftig zugebaut. 2012 stieg die installierte Erzeugungsleistung um 34 Prozent.

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Bruno Burger, Abteilungsleiter Leistungselektronik beim Fraunhofer ISE beruhigt. Die erneuerbaren Energien Wind- und Solarkraft ergänzten sich über das Jahr optimal, sagte er zu Handelsblatt Online. Wenn im Winter die Sonne nicht so oft scheine, wehe dafür der Wind in der Regel stärker. Im Sommer sei es genau umgekehrt: Dann sei zwar häufiger Windflaute, dafür gebe es aber mehr Sonnenstunden. „Das momentane Verhältnis der Leistungen von Solaranlagen zu Windkraftanlagen ist optimal und kann beim weiteren Ausbau erstmal so beibehalten werden“, sagt Burger.

Kommentare (53)

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21.03.2013, 07:36 Uhr

Wie wär's, mal in Schilda nachzufragen, wie man Sonnenlicht einfängt. Die haben dem Vernehmen nach Erfahrung damit. Das Patent von Till Eulenspiegel ist übrigens inzwischen abgelaufen, der Nachahmung steht also nichts im Wege.

HofmannM

21.03.2013, 07:39 Uhr

Die Erneuerbaren Energieerzeuge waren, sind und bleiben eine Abgaben-Subventionsabzocke!
Wir Endverbraucher und die Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Wirtschaft haben unter der Energiewende, dem Kernkraftwerksausstieg, dem EEG und der ökosozialistischen Europa/Deutschland Politik zu leiden! Wer auf Öko,Nachhaltigkeit und Einsparung setzt, der huldigt dem Mangel und wird NIE den Fortschritt und die Innovation für eine industriellbasierende Wohlstandsgesellschaft das Wasser reichen können. Mit der grünsozialen Ideologie gehen wir in Deutschland und Europa den "Bach" hinunter! Das ist FAKT!
Und wenn ich diesen Absatz lese...
"Bruno Burger, Abteilungsleiter Leistungselektronik beim Fraunhofer ISE beruhigt. Die erneuerbaren Energien Wind- und Solarkraft ergänzten sich über das Jahr optimal, sagte er zu Handelsblatt Online."

...dann muss ich mich ernst haft Fragen, ob hier noch Vernunft und Verstand vorliegt! Dieser Bruno Burger hat von einer lückenlosen funktionierenden und bezahlbaren Energie-Stromversorgung, einer auf der industriebasierenden Wohlstands-Volkswirtschaft, wie Sie Deutschland "noch" ist, Keine AHNUNG!
Dieser Herr huldigt mit seiner Aussage dem Mangel eines "Dritte-Welt-Landes"!
ZUM WOHLE DES DEUTSCHEN VOLKS kann weder eine Energiewende sein, noch ein EEG, noch die Erneuerbaren Energien, noch eine abkehr von den wirtschaftlichen und technischen zuverlässigen Dampfmaschinen. Ob diese Dampferzeugung jetzt mit Kohle,Gas oder Uran betrieben wird, ist hier nur zweitrangig. Viel wichtiger ist, das wir überhaupt diese Dampfmaschinen-Kraftwerke weierhin in Deutschland betreiben können und diese nicht durch Gesetze,Verordnungen (wie der unsinnige CO2-Zertifikatenhandel, das EEG, die Energieeinsparverordnung) komplett aus dem Land treiben/vertreiben!

Account gelöscht!

21.03.2013, 07:39 Uhr

Wir sollten es endlich mal klarstellen und zugeben. ALLES aber restlos ALLES wo unsere Parteiendiktatur die Finger im Spiel hat sieht düster aus, egal was es ist. Bei dieser Bande dauert sogar eine 5 Minuten-Terrine 35 Minuten bis sie fertig ist.

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