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31.12.2012

10:07 Uhr

Erneuerbare Energien

Iberdrola verkauft belastende Windparktochter

Drei Unternehmen, darunter ein deutsches, kaufen dem größten Windparkbetreiber der Welt die französische Tochter ab. Iberdrola will damit seinen Schuldenberg abbauen und trennt sich nach und nach von Bilanzbalast.

Windpark von Iberdrola. Der spanische Konzern verkauft seine französische Windkrafttochter. Reuters

Windpark von Iberdrola. Der spanische Konzern verkauft seine französische Windkrafttochter.

Der spanische Energiekonzern Iberdrola verkauft den französischen Windparkbetreiber IBRF für mindestens 350 Millionen Euro. Die Tochter Iberdrola Renovables France (IBRF) werde von General Electric, EdF und der Münchener Rück übernommen, teilte Iberdrola am Montag mit. IBRF besitzt 32 Windparks in Frankreich mit einer Gesamtleistung von 321,4 Megawatt.

Der US-Mischkonzern General Electric und der Rückversicherer Münchener Rück erwerben jeweils 40 Prozent an dem Windparkbetreiber, der französische Energiekonzern EdF übernimmt die restlichen 20 Prozent. Die Käufer zahlen mindestens 350 Millionen Euro. Weitere 50 Millionen Euro werden fällig, falls bestimmte Bedingungen erfüllt werden.

Iberdrola veräußert ausschließlich Windparks auf dem Festland (Onshore), die Windparks vor der Küste (Offshore) sind von der Transaktion nicht betroffen. Der weltweit größte Windparkbetreiber trennt sich nach und nach von Bereichen, die er nicht mehr zum Kerngeschäft zählt und die die Bilanz belasten. Bis 2014 will der Konzern seinen Schuldenberg um sechs Milliarden Euro auf 26 Milliarden Euro reduzieren, um sein Investmentrating nicht zu verlieren.

Von

rtr

Kommentare (2)

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vandale

31.12.2012, 10:59 Uhr

Die Zukunft wird zeigen ob dies nicht ein sehr weiser Verkauf, bzw. ein sehr schlechter Kauf war.

Windstrom ist in einem bedarfsgesteuertem Stromnetz nahezu wertlos. Das bedeutet, dass die Rentabilität der verkauften Anlagen ausschliesslich durch Subventionen sichergestellt wird.

Spanien hatte bereits in der Vergangenheit rückwirkend Solarsubventionen gekürzt/gestrichen. Heute steht Spanien vor harten Sparmassnahmen. Täglich protestieren Menschen auf der Strasse.

Ich habe keine Kenntnisse von den Interna der spanischen Politik. Allerdings wäre ich als Münchener Rück dieses Risiko nicht eingegangen.

Vandale

Thomas

31.12.2012, 11:23 Uhr

Eine Stromversorgung kann nicht wirklich anders als bedarfsgesteuert organisiert werden, alles andere ist arbeiten gegen die Physik.
Man stelle sich ausserdem mal einen Alltag vor, indem der Herd die Waschmaschiene oder die Ampelanlagen nur noch laufen wenn die Sonne scheint oder der Wind bläst.
Ausserdem ist es unmöglich Strom großtechnisch zu speichern und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern lassen.

Um die Münchner Rück ist es übrigens nicht wirklich schade fals das schiefgeht.

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