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15.04.2014

10:33 Uhr

Erneuerbare und konventionelle Kraftwerke

Eon will Energie-Sparten zusammenlegen

Die konventionelle Stromerzeugung und die Erneuerbaren Energien werden bei Eon künftig aus einer Hand betrieben. Arbeitsplätze sollen dabei nicht wegfallen, wohl aber die Kosten sinken.

Eon-Kraftwerk in Gelsenkirchen: Künftig werden konventionelle Kraftwerke und Erneuerbare Energien in einer Sparte zusammengefasst. Reuters

Eon-Kraftwerk in Gelsenkirchen: Künftig werden konventionelle Kraftwerke und Erneuerbare Energien in einer Sparte zusammengefasst.

DüsseldorfDer Energieriese Eon will zwei Sparten mit insgesamt 9.000 Mitarbeitern zusammenlegen. Arbeitsplätze sollen dem Versorger zufolge nicht wegfallen, langfristig soll der Schritt aber helfen, Kosten zu drücken.

„Wir wollen die konventionelle Stromerzeugung mit den Erneuerbaren Energien zusammenlegen“, kündigte Mike Winkel, Vorstand für Erzeugung und Personal, in einem am Dienstag veröffentlichten Gespräch mit der „Rheinischen Post“ an. Rund 8.000 Mitarbeiter aus den konventionellen Kraftwerken und 1.000 von den Erneuerbaren Energien sollten in einer Einheit am Eon-Standort in Essen zusammengefasst werden. Damit solle die Erzeugung effizienter und den Mitarbeitern in Kohle- und Gaskraftwerken eine Perspektive gegeben werden.

Einen konkreten Zeitplan für die Zusammenlegung gebe es noch nicht, sagte ein Eon-Sprecher. Derzeit liefen Gespräche mit den Arbeitnehmern. „Ein Stellenabbau ist nicht das Ziel“, betonte er. Der Plan solle aber helfen, Kosten zu sparen.

Wieviel Erneuerbare die Energieversorger haben

RWE

Laut einer Studie, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace Ende Februar 2014 veröffentlichte, hat von RWE in Europa produzierter Strom einen Anteil von Wasserkraft von 2 Prozent und einen Anteil von anderen Erneuerbaren Energien von weiteren zwei Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Strommenge, nicht auf die Kapazitäten.

Eon

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon produziert insgesamt drei Prozent seines in Europa hergestellten Stroms aus Erneuerbaren Energien inklusive Windkraft und steht damit im Vergleich schlechter da als Konkurrent RWE.

Vattenfall

Der schwedische Konkurrent Vattenfall produzierte insgesamt vier Prozent seines Stroms in Europa mithilfe regenerativer Energiequellen.

EnBW

EnBW steht im Vergleich der großen vier Energieversorger in Deutschland am schlechtesten da. Das Unternehmen gewinnt nur insgesamt zwei Prozent seines Stroms europaweit aus erneuerbaren Quellen.

Winkel will die Steuerungsaufgaben der zusammengelegten Einheit in Essen konzentrieren, sagte er weiter. Hunderte von Arbeitsplätzen sollen damit in der Ruhrgebietsstadt angesiedelt werden. Im Gegenzug sollen an anderen Standorten Stellen wegfallen, die betroffenen Mitarbeiter sollen umziehen: „Bestimmte Steuerungsaufgaben werden von den Standorten Hannover, Malmö, Coventry und Landshut nach Essen gehen.“

Das Erzeugungsgeschäft der großen Versorger ist durch die Energiewende unter Druck geraten. Der Ökostrom läßt die Börsenpreise für Strom purzeln und drängt Gas- und Kohlekraftwerke aus dem Markt.

Von

rtr

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