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28.02.2013

08:15 Uhr

Erstmals seit zehn Jahren

Bergbauriese Vale erleidet Milliardenverlust

Stark gefallene Preise und Abschreibungen in Milliardenhöhe haben dem weltgrößten Eisenerzproduzenten einen Verlust eingebrockt. Zu den Verlustbringern gehört auch eine Fabrik an der auch ThyssenKrupp beteiligt ist.

Ferro Carajas, die weltgrößte Eisenerzmine. Der Bergbauriese Vale ist in die roten Zahlen gerutscht. Reuters

Ferro Carajas, die weltgrößte Eisenerzmine. Der Bergbauriese Vale ist in die roten Zahlen gerutscht.

Sao PauloDer weltgrößte Eisenerzproduzent Vale ist zum Jahresende erstmals seit zehn Jahren in die roten Zahlen gerutscht. Grund sind Abschreibungen über rund 5,7 Milliarden Dollar auf einige Problem-Standorte, wie der brasilianische Bergbaukonzern am Mittwoch bekanntgab.

Zusätzlich belasteten schwächere Eisenerz- und Nickelpreise den Rivalen der australischen Branchenriesen BHP Billiton und Rio Tinto. Der Eisenerz-Preis fiel um 15 Prozent, der von Nickel um 7,5 Prozent. Dadurch verbuchte Vale im vierten Quartal einen Verlust von 2,7 Milliarden Dollar nachdem ein Jahr zuvor noch ein Gewinn von 4,7 Milliarden Dollar in den Büchern stand. Der Netto-Umsatz fiel um 19 Prozent auf 11,7 Milliarden Dollar.

Die größten Rohstoffkonzerne der Welt

Platz 5

Anglo American

Das südafrikanisch-britische Unternehmen verdient sein Geld vor allem mit Industrie- und Edelmetallen, Diamanten - und Kohle. Der Konzern machte 2014 insgesamt 20,4 Milliarden Dollar Umsatz. Zu dem Portfolio gehört etwa auch der Diamantenschürfer De Beers. Anglo American ist der größte Platinförderer der Welt.

Quelle: Bloomberg,

Platz 4

Xstrata

Der Minenkonzern Xstrata ist der größte Zinkproduzent der Welt und hat sich mit dem berühmt-berüchtigten Rohstoffhändler Glencore zusammengeschlossen. Xstrata hatte an der Börse einen Wert von 55,1 Milliarden Dollar. Beide Unternehmen aus der Schweiz waren bereits eng verflochten. Glencore hielt rund 34 Prozent an Xstrata.

Platz 3

Vale

Der brasilianische Rohstoffkonzern Vale kommt auf einen Börsenwert von 107,9 Milliarden US-Dollar. Das einstige Staatsunternehmen verzeichnete ein rasantes Wachstum und stieg zum weltweit größten Förderer von Eisenerz auf. Zudem betreibt Vale die weltgrößte Eisenerzmine in Brasilien. In der Ferr Carajas-Mine werden 110 Millionen Tonnen Erz pro Jahr gefördert. Der Grundstoff für die Stahlerzeugung wird über rund 900 Kilometer per Eisenbahn in den nächsten Hafen gefahren.

Platz 2

Rio Tinto

Der britisch-australische Gigant rangiert auf Platz zwei der Eisenerzförderer. Das Traditions-Unternehmen mit zwei Hauptsitzen, in London und Melbourne, kommt auf eine Börsenwert von 111,6 Milliarden Dollar. Zudem betreibt Rio Tinto wichtige Kupferminen, wie etwa in West Australien. Die Anglo-Australier übernahmen sich 2007 fast am Kauf des kanadischen Aluminiumkonzerns Alcan und wurden selbst Ziel eines Übernahmeversuchs durch den Konkurrenten BHP Billiton.

Platz 1

BHP Billiton

Ein echtes Schwergewicht an der Börse mit einer Marktkapitalisierung von 199,7 Milliarden Dollar ist der britisch-australische Gigant BHP Billiton. Das Unternehmen betreibt Eisenerz- und Kupferminen, erweitert aber auch sein Geschäft etwa auf Schiefergasressourcen in den USA.

Zu den Fabriken, auf die Vale Wertminderungen geltend machte, gehört auch das Stahlwerk CSA bei Rio de Janeiro. An CSA ist auch ThyssenKrupp beteiligt. Der Essener Konzern hat seinen Anteil an dem Werk zum Verkauf gestellt, das im hohe Verluste eingebrockt hat.

Von

rtr

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