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17.09.2014

15:26 Uhr

Essener Energiekonzern

RWE will im Dezember neue Sparziele abstecken

Der Energieriese RWE will am Ende des Jahres die Sparpläne abstecken. Der Essener Konzern hat derzeit unter anderem wegen der Strom-Großhandelspreise mit großen Gewinnrückgängen zu kämpfen.

RWE-Konzernchef Peter Terium will mit dem Aufsichtsrat die Sparpläne diskutieren. dpa

RWE-Konzernchef Peter Terium will mit dem Aufsichtsrat die Sparpläne diskutieren.

Oestrich-WinkelDer mit Gewinnrückgängen kämpfende Energieriese RWE will seine Sparziele am Jahresende festzurren. Konzernchef Peter Terium kündigte am Mittwoch am Rande einer Investorenkonferenz an, im Dezember mit dem Aufsichtsrat die Mittelfriststrategie zu diskutieren. Der Konzern habe zusätzliche Einsparpotenziale in der Kraftwerkssparte identifiziert, sagte Terium. Zu deren Höhe wollte sich der RWE-Chef sich nicht äußern. Die „Rheinische Post“ hatte zuletzt unter Berufung auf Insider im Kontrollgremium berichtet, dass das Sparziel von derzeit 800 Millionen Euro um mehrere hundert Millionen Euro erhöht werden solle.

Im ersten Halbjahr brach der operative Gewinn (Ebitda) von RWE um rund ein Drittel auf 3,4 Milliarden Euro ein. RWE machten dabei nicht nur die Strom-Großhandelspreise zu schaffen, die wegen des Ökostromausbaus gefallen sind. Der milde Winter sorgte zudem dafür, dass der Gasabsatz um gut ein Fünftel zurückging.

Wieviel Erneuerbare die Energieversorger haben

RWE

Laut einer Studie, die die Umweltschutzorganisation Greenpeace Ende Februar 2014 veröffentlichte, hat von RWE in Europa produzierter Strom einen Anteil von Wasserkraft von 2 Prozent und einen Anteil von anderen Erneuerbaren Energien von weiteren zwei Prozent. Die Zahl bezieht sich auf die tatsächlich erzeugte Strommenge, nicht auf die Kapazitäten.

Eon

Der Düsseldorfer Energiekonzern Eon produziert insgesamt drei Prozent seines in Europa hergestellten Stroms aus Erneuerbaren Energien inklusive Windkraft und steht damit im Vergleich schlechter da als Konkurrent RWE.

Vattenfall

Der schwedische Konkurrent Vattenfall produzierte insgesamt vier Prozent seines Stroms in Europa mithilfe regenerativer Energiequellen.

EnBW

EnBW steht im Vergleich der großen vier Energieversorger in Deutschland am schlechtesten da. Das Unternehmen gewinnt nur insgesamt zwei Prozent seines Stroms europaweit aus erneuerbaren Quellen.

Laut Vorstandschef Peter Terium verdienen viele Kraftwerke nicht einmal mehr die laufenden Betriebskosten. Der Versorger will deshalb weitere Anlagen stilllegen und auch Bezugsverträge für Strom von anderen Anbietern beenden.

Von

rtr

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