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29.04.2016

16:31 Uhr

Exxon und Chevron

Preisverfall lastet schwer auf den Ölriesen

Der starke Ölpreisverfall hat die Gewinne der US-Ölkonzerne Exxon und Chevron weiter stark schrumpfen lassen. Chevron rutschte im ersten Quartal sogar ins Minus. Bei Exxon hatten Analysten mit Schlimmerem gerechnet.

Der Konzern hat dank Einsparungen mehr verdient als erwartet. AFP; Files; Francois Guillot

Exxon

Der Konzern hat dank Einsparungen mehr verdient als erwartet.

HoustonDer Ölpreisverfall macht den Branchengrößen Exxon und Chevron gehörig zu schaffen. Der Nettogewinn von Exxon brach im ersten Quartal um fast zwei Drittel auf 1,81 Milliarden Dollar ein, wie der weltgrößte börsennotierte Öl-Produzent am Freitag mitteilte. Chevron rutschte sogar in die roten Zahlen: Unter dem Strich stand ein Verlust von 725 Millionen Dollar zu Buche, nach einem Gewinn von 2,57 Milliarden Dollar vor einem Jahr.

Während Exxon aber dank Einsparungen immerhin noch mehr verdiente als von Analysten erwartet, enttäuschte Chevron trotz ähnlicher Maßnahmen. Bereinigt fiel zwar ein Gewinn an, allerdings hatten Experten auf dieser Basis mit einem fast doppelt so hohen Ergebnis gerechnet. Die Exxon-Aktie legte entsprechend 1,8 Prozent zu, Chevron-Papiere verloren dagegen 0,7 Prozent an Wert.

Die größten Öl- und Gaskonzerne der Welt

Platz 1

Exxon Mobil (USA)

Jahresumsatz: 356,6 Milliarden Dollar

Platz 2

PetroChina (China)

Umsatz 2015: 329,7 Milliarden Dollar

Platz 3

Chevron (USA)

Jahresumsatz: 197,4 Milliarden Dollar

Platz 4

Royal Dutch Shell (Großbritannien)

Jahresumsatz: 192,1 Milliarden Dollar

Platz 5

Sinopec (China)

Jahresumsatz: 119,1 Milliarden Dollar

Platz 6

Total (Frankreich)

Jahresumsatz: 118,5 Milliarden Dollar

Platz 7

BP (Großbritannien)

Jahresumsatz: 118,35 Milliarden Dollar

Platz 8

ConocoPhillips (USA)

Jahresumsatz: 76,67 Milliarden Dollar

Platz 9

Cnooc (Hongkong)

Jahresumsatz: 63,12 Milliarden Dollar

Platz 10

Eni (Italien)

Jahresumsatz: 63 Milliarden Dollar

Quelle

Thomson Reuters/Unternehmensangaben

Auch die europäischen Rivalen haben mit dem seit 2014 um mehr als 60 Prozent eingebrochenen Ölpreis zu kämpfen. Die italienische Eni etwa wies am Freitag für das erste Quartal einen Nettoverlust von 792 Millionen Euro aus. Die Branche stemmt sich mit Stellenstreichungen, Projektverschiebungen und Investitionskürzungen gegen den Ölpreisverfall.

Von

rtr

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