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10.08.2014

17:19 Uhr

ExxonMobil

Putin lobt Kooperation mit US-Ölkonzern

Das Verhältnis zwischen Russland und dem Westen kühlt sich ab, Wirtschaftssanktionen treten in Kraft – doch in der Eiseskälte des Nordpols kooperieren Russen und Amerikaner. Der russische Präsident ist damit zufrieden.

Nicht in der Arktis: Ein ExxonMobil-Logo im US-amerikanischen Bundesstaat Texas. dpa

Nicht in der Arktis: Ein ExxonMobil-Logo im US-amerikanischen Bundesstaat Texas.

MoskauRusslands Präsident Wladimir Putin hat am Samstag offiziell den Startschuss für ein Gemeinschaftsprojekt des US-Energiekonzerns ExxonMobil und des russischen Staatskonzerns Rosneft in der Arktis gegeben. Dabei lobte der Staatschef, der sich per Videokonferenz aus dem südrussischen Sotschi zuschalten ließ, demonstrativ die Zusammenarbeit beider Firmen. „Wir sind bereit, unsere Kooperation mit unseren Partnern auszubauen“, sagte der Kreml-Chef.

Russische und ausländische Unternehmen verstünden „sehr gut die Notwendigkeit einer solchen Kooperation“, fuhr Putin fort. „Der Pragmatismus und der gesunde Menschenverstand setzen sich trotz der Schwierigkeiten im aktuellen politischen Kontext durch, und das ist sehr befriedigend.“ Damit spielte Putin auf die Wirtschaftssanktionen an, die Russland und der Westen wegen des Ukraine-Konfliktes gegeneinander verhängt haben.

ExxonMobil und Rosneft kooperieren bei der Erkundung arktischer Erdölvorkommen in der Karasee nördlich von Sibirien. Das Vorhaben soll nach Angaben Moskaus ungeachtet der politischen Spannungen planmäßig umgesetzt und bis Oktober abgeschlossen werden, bevor das Meer zufriert. Die Karasee birgt nach Schätzungen von Rosneft Ölvorkommen von bis zu einhundert Milliarden Barrel, zu deren Ausbeutung Russland aber technische Hilfe aus dem Westen benötigt.

Von

afp

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