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11.02.2013

16:18 Uhr

Finnisches AKW

Verzögerungen sorgen bei Siemens für neuen Ärger

Ursprünglich sollte der finnische Reaktor Olkiluoto 3 im Jahr 2009 ans Netz gehen. Nun wurde die Stromerzeugung ein weiteres Mal verschoben. Siemens und Partner Areva wollen daran aber keine Schuld haben.

Die Baustelle am Atomkraftwerk Olkiluoto 3 in Finnland im Oktober 2010. Reuters

Die Baustelle am Atomkraftwerk Olkiluoto 3 in Finnland im Oktober 2010.

HelsinkiNeue Verzögerungen beim Bau des finnischen Atomreaktors Olkiluoto 3 verschärfen den Streit zwischen dem heimischen Betreiber TVO und dem Lieferantenkonsortium um Siemens. Die Stromerzeugung werde wahrscheinlich erst 2016 beginnen können und damit sieben Jahre später als geplant, sagte eine TVO-Sprecherin am Montag.

Die Prognose des französischen Siemens-Partners Areva, wonach der Reaktor 2014 ans Netz könne, sei nicht mehr haltbar. Grund sei, dass Siemens und Areva mit der Planung der Automatisierungstechnik immer noch hinterherhinkten. So läge der Atomaufsicht noch kein Entwurf der beiden Unternehmen dazu vor. Ursprünglich sollte der Reaktor 2009 den Betrieb aufnehmen.

TVO sowie Siemens und Areva schieben sich gegenseitig die Schuld für die Verzögerungen zu. Für Siemens ist das unrentable Projekt der letzte Bau aus der Zusammenarbeit mit Areva. Der Münchner Technologiekonzern ist 2011 aus der Gemeinschaftsfirma ausgestiegen und haben sich aus dem Atom-Geschäft zurückgezogen. Siemens verdient an dem Bau des Druckwasserreaktors praktisch nichts mehr und musste bereits dreistellige Millionenbeträge auf das Projekt abschreiben.

Von

rtr

Kommentare (4)

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Nachwuchs

11.02.2013, 18:45 Uhr

Wieder sind die Manager absichtlich Schuld! Warum werden Sie und die Experten nicht zur Rechenschaft gezogen? Warum dürfen Sie weiter Werte vernichte, ungestraft?

Ottavo

11.02.2013, 22:15 Uhr

Leider ist der Artikel unvollständig. Die Kosten sind von einst projektierten 3 auf inzwischen vorausgesagte mindestens 8,5 Milliarden Euro angestiegen. Diese wichtige Information sollten Sie Ihren Lesern nicht vorenthalten. Es ist abzuwarten, ob sie im einstelligen Milliardenbereich bleiben.

hoffmann

12.02.2013, 10:33 Uhr

Man sollte auch beachten daß die Kosten und die Verzögerungen nicht nur im finnischen AKW auftreten sondern analog im franz. Flamanville.
Gleichfalls 8,5 Mrd Euro - bisher!

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